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Kataloge + Bücher zu den
Themen: Indianer Nordamerikas
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Indianistik +
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| VerWandlung. Alltag, Kunst und Religion bei Amazonas-Indianern. Katalog zur Ausstellung im Historischen und Völkerkundemuseum St. Gallen. Autorin: Sabine August. St. Gallen, Schweiz 2006, 70 S., Softcover, 23 x 16,5 cm, mit zahlreichen Farbfotos und einer Karte. Preis 24 CHF (= ca.15 €). ISBN 978-3-9520597-7-7. – Begleitbuch zu der im Jahr 2005 eröffneten Dauerausstellung im Völkerkundemuseum St. Gallen (Schweiz). Die Autorin Sabine August hat sich ebenso vielschichtig den indigenen Kulturen im Amazonas-Tiefland genähert, wie es der vielsagende Titel der Ausstellung bereits anzudeuten wusste. Es geht keineswegs nur um die äußere Verwandlung der Indianer in Gestalt von Bemalung, Schmuck und Kleidung bei festlichen Anlässen, sondern mithilfe dieses Kunst(Be)griffs sucht die Verfasserin alle wichtige Aspekte der Lebensweise zu erfassen: Verwandlung meint also die Haltung der Indianer beim Übergang vom Leben zum Tod, beim Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen (Initiation), meint die Praktiken bei der Entgiftung von Nahrungsmitteln, meint auch die Kommunikation mit den Geistern im Schaffensprozess von Kunst, aber auch andere Transformationen und zyklische Abläufe im Leben einer Gesellschaft. Schließlich steht die Verwandlung auch für den komplizierten Übergang der indigenen Gemeinden "in die Moderne". Der 2. Teil des Buches umfasst den sachkundig kommentierten Katalog (Umfang: 35 Seiten). Erhältlich ist der Katalog zur Zeit lediglich im Völkerkundemuseum St. Gallen, bestellbar unter info@hmsg.ch |
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| Schätze der Anden - Die Inka-Galerie und die Schatzkammern im Museum für Völkerkunde Hamburg. Hgg. von Wulf Köpke & Bernd Schmelz. Mitteilungen aus dem Museum für Völkerkunde Hamburg. Neue Folge Band 37, 2006, 575 S., Softcover, 21 x 14,7 cm, mit zahlreichen Farbfotos, Karten und Zeichnungen. Preis 16,90 € + Porto. ISBN 3-9809222-7-8. – Begleitbuch zu den neuen Dauerausstellungen im Völkerkundemuseum Hamburg "Inka-Galerie" und den zugehörigen "Schatzkammern", die am 21. Januar 2007 eröffnet worden sind. Siehe www.Voelkerkun.de -> Aktuelle Ausstellungen über das indigene Amerika. Den inhaltlichen Schwerpunkt dieses äußerst attraktiven, kompakten und selten preiswerten Bandes bilden 15 Artikel (über 400 Seiten) zum Titelthema. Inhaltsverzeichnis (Kurzfassung): Christine Chávez über das Ausstellungskonzept, über altandine Schätze im Hamburger Völkerkundemuseum sowie über Hans Hinrich Brüning (Archäologie Nordperus), Heiko Prümers über einige Gewebe aus der Hamburger Sammlung, Bernd Schmelz über H.H.Brüning, Peru und das Hamburger Völkerkundemuseum. Ab S. 140 Komplex "Altandine Kulturen im Überblick": J.Golte: Lebensraum & Chronologie, über Grabräuber und Archäologen und über die Moche, M.Tellenbach über die Nazca und über Gold in Altperu, K.Koschmieder über die Chimú und über die Sicán (mit C.Clados), K.Nowack über das Inkareich, und H.Bischof über das Silber i.d.altandinen Kultur und über neue archäologische Forschungen in Peru. Ab S. 400 "Neues aus dem Museum". |
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| I Like America –
Fiktionen des Wilden Westens. Hgg. von Pamela Kort und Max Hollein. Mit einer Einleitung von Max Hollein und Texten von Eric Ames, Eugen Blume, Peter Bolz, Pamela Kort, Karl Markus Kreis, Barbara McCloskey, H. Glenn Penny. Deutsche und englische Ausgabe; je 400 Seiten, 380 Abbildungen, Prestel Verlag München 2006, ISBN 978-3-7913-6094-2/3-7913-6094-9 (deutsch), ISBN 978-3-7913-6095-9/3-7913-6095-7 (englisch), Preis je 29,80 €. – Katalog zur gleichnamigen Sonderausstellung in der Schirn-Kunsthalle Frankfurt/ Main vom 28.9.2006 bis 7.1.2007, siehe www.Voelkerkun.de -> Aktuelle Ausstellungen über das indigene Amerika. |
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| Alfred Hendricks: Indianer der Nordwestküste – Wandel und Tradition / First Nations of the Pacific Northwest – Change and Tradition. Hgg. von A. Hendricks, Westfälisches Museum für Naturkunde, Münster 2005, gebunden, 183 S., 24x24cm, durchgehend (meist farbig) ill., zweisprachige Publikation: Deutsch und Englisch. Preis 21,80 €. – Gut aufgemachtes und lesenswertes Begleitbuch zur gleichnamigen Sonderausstellung im Westfälischen Museum für Naturkunde in Münster (bis 29.10.2006, siehe www.Voelkerkun.de -> Ausstellungen). Bestellungen an naturkundemuseum@lwl.org | ![]() |
| Mit dem Boot über die Rocky Mountains. Unter Wölfen,
Büffeln, Bären und Indianern – Die Reise von Lewis und Clark.
Hgg. von Richard Stinshoff, Anne Leeb und Anne
Gelderbloom, Isensee Verlag Oldenburg/ Landesmuseum für
Natur und Mensch Oldenburg 2005,
gebunden, 232 S., 20,5x24,5cm, durchgehend (meist farbig)
ill., ISBN 3-89993-261-8, Preis 16,80 €.
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In seiner Vielfalt der
Darstellungsansätze ein ausgesprochen seltenes
Begleitbuch zur Ausstellung im Landesmuseum für Natur
und Mensch Oldenburg bis zum 12. Februar 2006. So wird
die historische Expedition keineswegs nur historisch
aufgearbeitet, sondern auch touristisch und
künstlerisch. Einige der beigesteuerten Beiträge
sind sehr heutig orientiert. Das lässt L & C
zuweilen wie Zeitgenossen erscheinen und umgekehrt. Bestellungen an
museum@naturundmensch.de |
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| Alfred Hendricks: Prärie-
und Plainsindianer –
Wandel und Tradition / Prairie and Plains Indians –
Change and Tradition. Hgg. von A. Hendricks, Westfälisches
Museum für Naturkunde, Münster 2005,
gebunden, 135 S., 24x24cm, durchgehend (teils farbig)
ill., zweisprachige Publikation: Deutsch und Englisch.
Preis 15,90 €.
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Attraktives, äußerst
informatives Begleitbuch zur gleichnamigen
Dauerausstellung im Westfälischen Museum für
Naturkunde in Münster (seit 3. März 2005, siehe
www.Voelkerkun.de -> Ausstellungen -> neue
Daueraussellungen). Bestellungen an
naturkundemuseum@lwl.org |
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| Der Fluch des Goldes.
1000 Jahre Inkagold. Die schönsten Schätze des
Goldmuseums in Lima/ Peru aus der Hinterlassenschaft
der Inka. Hgg. von Wilfried Morawetz, Luis Hurtado
und Michael Wengenroth; Leipzig 2005,
keine ISBN, 176 Seiten, 21 x 24 cm, farbiger Kartonumschlag. Preis
9,50 €,
bei Versand inkl. Porto: 13 Euro. –
Katalog
zur gleichnamigen Ausstellung im Lateinamerikazentrum
Leipzig (Romanushaus) vom 19.11.05 bis 28.2.06. Im
Anschluss an den informativen illustrierten Textteil werden
auf 40 Farbtafeln viele der rund 90
ausgestellten Stücke vorgestellt. "Es ist
... unbestritten, dass jedes der prächtigen Exponate
seine eigene Geschichte atmet, ausstrahlt und sich dem
offenbart, der sie hören, der sie erfassen will.
Jeder muss seinen eigenen Weg dazu finden. Eines nur
ist gewiss: Sobald man etwas erfasst, gespürt hat,
wird es unglaublich spannend, emotional und
katapultiert den Betrachter in bisher unbekannte
Sphären." (aus dem Vorwort). Einige der Bilder
im Textteil sind farbstichig. Das tut aber dem
ansonsten sehr attraktiven und in jeder Hinsicht
handlichen Katalog keinen Abbruch. Bestellungen an
info@inkagold-ausstellung.de |
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| Botanica Indiana - Indianische Pflanzenwelten. Zürich 2005, keine ISBN, 44 Seiten A4, farbiger Kartonumschlag. Preis 7 CHF / 4,50 €. - Dieses vom Botanischen Garten der Uni Zürich, vom Nordamerika Native Museum (Nonam), von der Sukkulentensammlung Zürich und vom Völkerkundemuseum der Uni Zürich anlässlich der gemeinsamen gleichnamigen Ausstellung (bis 31.10.2005) herausgegebene Heft befasst sich eingehend mit den Heil-, Färbe-, Kult- und Nahrungspflanzen des indigenen Nord- und Südamerika. Durchgehend farbig illustrierte und sehr liebevoll aufgemachte Publikation. Bestellungen an enz@systbot.unizh.ch oder an nonam@ssd.stzh.ch | ![]() |
| Nordamerika Native
Museum: Traditions of Change - Neue Kunst der
Athapasken und Tlingit aus dem Yukon - The new art of
Athapascan and Tlingit from the Yukon - Nouvel art des
Athapask et des Tlingit du Yukon. SchriftenReihe I,
Publikation des Nordamerika Native Museums (Nonam)
Zürich 2005,
keine ISBN; 127 Seiten A5, 1 Karte, Softcover. Preis
18 CHF / 12 €. -
Das Nordamerika Native Museum
(Nonam)
Zürich hat elf Künstlerinnen und Künstler aus dem
kanadischen Yukon eingeladen, ihre Kulturen in Zürich
vorzustellen, darunter Tlingit, Tahltan, Southern und
Northern Tutchone, Kaska und Gwitchin. Sie alle
reflektieren eine Kultur, die in den letzten fünfzig
Jahren einen rasanten Wandel erfahren hat. Begleitbuch
zur gleichnamigen Ausstellung im Nonam (bis
31.4.2006). Alle Texte
3sprachig: Dt., Engl. und Frz.. Zu bestellen bei nonam@ssd.stzh.ch |
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| Jean-Loup Rousselot
und Veronika Grahammer: Jenseits von Bering - Die
russischen Kolonien des Nordpazifiks 1741-1867/ Oltre
Bering - Le colonie russe del Nord Pacifico 1741-1867/
Beyond Bering - The Russian Colonies of the North
Pacific 1741-1867. Katalog hgg. von der Galleria
Gottardo Lugano und dem Staatlichen Museum für
Völkerkunde München, hergestellt von der Galleria
Gottardo, Lugano/ Schweiz
2004,
zur gleichnamigen Ausstellung. In deutsch,
italienisch und englisch verfasster Katalog, 264 S., Softcovereinband,
mit Schutzumschlag aus transparentem Pergamentpapier, 24x17 cm, durchgehend farbig
illustriert. ISBN 3-927270-45-8. Preis 29
€.
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Katalog zur
Ausstellung in Lugano vom 7. Juli bis 23. Dezember
2004 sowie anschließend bis 8. Januar 2006 in
München.
Mehr als 150 ethnografische
Exponate aus der Sammlung des Historischen Museums Tallin (Ajaloomuuseum),
Estland, werden - in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum für
Völkerkunde München und dessen stellv. Direktor Jean-Loup
Rousselot und seiner Mitarbeiterin Veronika Grahammer - erstmals in Westeuropa
in einer Ausstellung gezeigt. Die präsentierten
Ethnografika stammen aus den russischen Kolonialgebieten im
nordpazifischen Raum, also von der Nordwestküste Nordamerikas, dem
Inselreich zwischen asiatischer und amerikanischer Landmasse/ Alaska
(Beringstraße, Alëuten), die bis 1867 von der
Russisch-Amerikanischen Kompanie verwaltet wurden (1867 verkaufte der
Zar seine Besitzungen (Alaska) an die Vereinigten Staaten). Da auch
Stücke von der asiatischen Pazifikseite ausgestellt sind, wird dem
Besucher die Ähnlichkeit der Stücke sowohl von der amerikanischen
als auch asiatischen Pazifikregion auffallen. Die aufgewandte Sorgfalt
bei der Herstellung der Mäntel, Hüte, Taschen und Stiefel ist heute
noch augenfällig. Die seinerzeit von Esten auf Reisen zwischen 1804
und 1855 gesammelten 600 Objekte sind heute Eigentum des Historischen
Museums Tallin, das in einem der imposantesten gotischen Bauten der
estnischen Hauptstadt untergebracht ist. Der Katalog enthält neben
den Objektbeschreibungen in Deutsch,
Englisch und Italienisch auch Beiträge zur Geschichte des
Ajaloomuusems Tallin, über die Sammlungen desselben
Museums und zu den russischen Expeditionen nach
Ostsibirien und Alaska. Kurzbiografien der Forscher,
eine Chronologie und ein Glossar runden diese
einzigartige, attraktive Publikation ab._nko
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| Kreis, Karl Markus
(Hg.): Ein deutscher Missionar bei den
Sioux-Indianern: Der Sprachforscher, Ethnologe und
Sammler Eugen Büchel / Eugene Buechel (1874-1954).
Materialien zu Leben und Werk. Reihe "Aus
Forschung und Entwicklung" Band 19,
Fachhochschule Dortmund, 2004.
ISBN 3-9807661-4-4; 107 Seiten A5-Format, Softcover, 2
sw-Fotos. Dieses Buch erschien
anlässlich der Ausstellung "Wanbli Sapa - Der Indianermissionar aus der
Rhön" in Geisa/ Rhön vom 31.Oktober 2004 bis 30. August 2005. In ihm sind mehrere Artikel aus der Feder von
Eugen Buechel sowie Abhandlungen mehrerer Autoren über
sein Leben und Wirken zu finden. –
Bestelladresse: Prof. Dr. K. M. Kreis, FB Soziales, FH
Dortmund, Postfach 105018, 44047 Dortmund, oder:
Kreis@fh-dortmund.de;
Druckkostenbeitrag 5 € |
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| Rabe Raubwal Donnervogel – Zeitgenössische Kunst von
Indianern der kanadischen Pazifikküste. Hg.: Botschaft von
Kanada, Berlin 2004,
38 Seiten geheftet, A5-Format, sw-illustriert, mit einigen Farbabbildungen,
Preis 2,50 €.
–
Katalogheft zur gleichnamigen
Ausstellung bis Ende November 2004 im Amerika-Haus
München. Die Kunst der Indianervölker
an der Pazifikküste Kanadas erlebt seit den 60er Jahren des
vergangenen Jahrhunderts eine bemerkenswerte Renaissance.
Traditionelle Kunstwerke wie Totempfähle, Tanzmasken oder Kanus aus
Zedernholz werden in großer Zahl geschnitzt. Daneben haben die Künstler
auch moderne Techniken in ihr Oevre übernommen, vor allem den
Siebdruck auf Papier oder Textilien. Im Gegensatz zur Ausstellung in
München, die nur Siebdrucke zeigt, stellt das Heft -
neben den Siebdrucken und druckkünstlerischen
Arbeiten auch Silberschmuckarbeiten und Masken aus
Rot-Zeder vor. Alles ebenfalls jüngere Arbeiten der
beteiligten Künstler. Kurzbiografien über die
ausgestellten Künstlerinnen und Künstler runden das
Heft ab. Der jüngste Aussteller ist 44 Jahre alt, der
älteste knapp 80 Jahre._nko |
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| Gehricke, Karl-Heinrich:
Die Indianer Nordamerikas - Faszination eines Lebens. Nordwest
Media Verlagsgesellschaft (NWM-Verlag) Grevesmühlen 2004,
244 S., mehr als 800 Farbabbildungen, Großformat,
Hardcover, ISBN 3-937431-03-9, Preis 29,50
€.
–
Begonnen
hat alles mit Karl-Heinrichs Gehrickes Drang, den
Verleumdungen seines Lieblingsautors Karl May einen
geografischen Nachweis für dessen Reiseschilderungen
entgegenzusetzen. Mit diesem Antrieb startete Gehricke
1975 seine erste
US-Reise. Das fast im Stile eines
Rechenschaftsberichtes verfasste Reisebuch verführt
den Leser mittels der etwas gedrechselten, aber dennoch
gut lesbaren Sprache eines berichtsgeübten
Altrichters auf die Spur seiner über drei Jahrzehnte
währenden Reisen nach Nordamerika. Bestechend dabei
sein Blick nicht nur für ethnologische Gegebenheiten
und historische Schauplätze, sondern auch seine
Kenntnis der ihn umgebenden Natur, der Tierarten und
das geübte Auge des passionierten Jägers. Nachteilig
gerät diese Form des Berichtes immer dann, wenn dem
Leser zugemutet wird zu erfahren, wo und wann der
Autor einen Leihwagen gemietet hat, wie viele Stunden
Verspätung sein Flugzeug hatte und welche Ortschaften
er nebenher noch gestreift hat. Das Buch lässt auch
in anderen Belangen die Hand eines Lektoren
vermissen. Können viele Leser mit den Abkürzungen
der US-Bundesstaaten noch etwas anfangen, so ist die
permanente Verwendung von deutschen Lesern nicht
geläufigen Abkürzungen wie StP, SP, Hwy, NP, NM usw
eine Zumutung, zumal sie nirgends im Buch
aufgeschlüsselt werden. Auf den Seiten 148 und 184
wird diese Manie durch das unmittelbare Nebeneinander
von NM / NM auf die Spitze getrieben. Erstes soll wohl
für "National Monument", letzteres für den
Bundesstaat New Mexico
stehen. - Die einzelnen Kapitel beziehen sich immer
auf ganz konkrete Reisen, überhaupt ist das Buch wie
ein Reisetagebuch gegliedert. Und obwohl der Verfasser
das Werk als seine Memoiren begreift, darin von
Erlebnissen aus drei Jahrzehnten berichtet und durch
häufig benutzte Wendungen ("meine nächste
Reise führte mich" u.ä.) diesen Eindruck unterstreicht,
lässt der Autor den Leser außer an zwei...drei Stellen
nie wissen,
in welchem Jahren die geschilderten Reisen
tatsächlich stattfanden. Das ist schade. Auch hätte
ich gern erfahren, welche Fotos (bei mehr als 800
Abbildungen im Buch!) vom Verfasser selbst stammen.
All diese Mängel werden kompensiert durch Gehrickes
äußerst plastische Schilderungen seiner
Reiseerlebnisse, die er mit Exkursen in die Geschichte
der Indianerkriege und mit völkerkundlichen
Erörterungen bereichert. Unmissverständlich dabei
seine Kritik an der Völkermordpolitik der USA
gegenüber der indigenen Bevölkerung. Zum Genuss wird
die Lektüre, wenn Gehricke leidenschaftlich von seinen Bemühungen plaudert, völkerkundliche Stücke,
ja ganze Sammlungen, zu erwerben, die heute den
Grundstock seines 2002 eröffneten Indianermuseums in Gevezin (bei
Neubrandenburg) bilden. Hier, in der anheimelnden
Einöde Mecklenburgs, hat sich der pensionierte
westdeutsche Richter auf seine alten Tage ein Denkmal
gesetzt. Dem Leser von Gehrickes Erlebnisbericht sei
auch der Besuch seiner Sammlungen empfohlen, da von
der konservativen Gestaltung des Museums ein gewisser
Reiz ausgeht, der dem altehrwürdigen Schlossgemäuer
zusätzlich
Patina verleiht._nko |
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| CD-ROM "Karl-May.Museum
Radebeul". Herausgeber: Karl-Museum Radebeul
2003, Preis
12,90 €.
Falls der Katalog nicht im Museum erworben wird,
fällt Porto an. - Die
mulitmediale CD-Rom, produziert von einem Team unter
Leitung von André Köhler, bietet eine Einführung in
die Geschichte und heutige Präsenz der Karl-May-
sowie der Indianersammlungen des Museums, stellt die
zum Museum gehörigen Baulichkeiten sowie das Leben
und Werk des einstigen Hausherrn Karl May vor! Einen
völkerkundlichen Überblick über die
nordamerikanischen Kulturen bietet die Scheibe ebenso
wie neuartig präsentierte Einblicke in die
Indianerschlacht am Little Big Horn 1876, in die
historische Kartei der Indianersammlung und vieles
mehr. Attraktive tools machen den Rundgang durch das
Reich des Karl-May-Museums zu einem Erlebnis. So wird
aus der kaum entzifferbaren Sütterlinschrift alter
Karteikartenbeschriftungen durch die Lupenfunktion ein
gut lesbarer Text. Auf spielerische Weise erfährt man
mittels Texten, Kurzfilmen, Liedern, Interviews,
Bildgalerien und über 360° schwenkbaren
Panoramafunktionen im virtuellen Museum
außerordentlich viel Wissenswertes auf den insgesamt
200 Seiten. Erhältich im Shop
des Karl-May-Museums Radebeul._nko |
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Völkerkundemuseum Herrnhut
- Ethnographie und Herrnhuter Mission. Katalog zur
ständigen Ausstellung im Völkerkundemuseum Herrnhut,
Außenstelle des Staatlichen Museums für Völkerkunde
Dresden; Dresden 2003,
ISBN 3-00-012217-6; 167 Seiten, Softcover, farbiger Umschlag,
durchgehend farbig illustriert. Preis 8,50
€. Falls der Katalog nicht im Museum erworben wird, fallen
zusätzlich 1,50 Euro Porto an. - Der
Katalog gibt mit Beiträgen aus der Feder mehrerer
Fachleute nicht nur einen Überblick über die
Geschichte und Bedeutung der Herrnhuter Mission, des
Museums und seiner Sammlungen (Stephan Augustin in den
ersten beiden Beiträgen), sondern stellt bewusst die
Kulturen, unter denen die Missionare gewirkt haben, in
den Mittelpunkt der Publikation. Silvia Dolz berichtet
über Häuptlingstümer in Südafrika und
Dorfgemeinschaften in Ostafrika, Stephan Augustin -
neben den bereits genannten Artikeln - über die
Kalmyken, Annegret Nippa über die Christen und
Buddhisten im Westhimalaya, Christine Schlott über
die Aborigines und Heinz Israel über die Inuit. Den
indianischen bzw. farbigen Kulturen Amerikas widmen
sich Gudrun Meier (Karibik), Richard und Sally Price (Suriname)
und Klaus-Peter Kästner (Küstenstämme Surinames und
Nikaraguas). Jedem der Beiträge ist zusätzlich Raum
gegeben für "Das besondere Objekt", worin
über jeweils zwei Seiten bemerkenswerte
Ausstellungsgegenstände aus der zuvor umrissenen
Kultur näher vorgestellt werden. Eine gute Idee! Fazit: Der attraktive, preiswerte Band bietet nicht nur eine abwechslungsreiche Lektüre in fasslichen Beiträgen, sondern bereitet mit den zahlreichen Objektabbildungen, Kartenreproduktionen und historischen Fotografien auch ein visuelles Vergnügen. _nko |
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Christian F. Feest
(Hg.): Indian Times -
Nachrichten aus dem roten Amerika. Redaktion: Christian F.
Feest,
Altenstadt : Europ. review of native American studies,
2002, 124
+ 4 S., Softcover, 28x21 cm, 14 farbige Karten, 123 Farb- und 83
sw-Abb., ISBN 3-00-009869-0; Preis
22 € |
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Indianer
1858-1928. Photographische Reisen von Alaska bis Feuerland. Hg.:
Eva König (Text) und Museum für Völkerkunde Hamburg;
Edition Braus Heidelberg 2002,
ISBN 3-89904-021-X; 400 Seiten, Hardcover, mit 250 Zweiton- und
60 sw-Abbn. Preis 29,90 €. -
Katalog
zur Ausstellung in Hamburg vom 28. April
2002 bis 15. Juni
2003. Die historischen
Fotografien in diesem Buch stammen aus der umfangreichen und
seltenen Sammlung des Völkerkundemuseums
Hamburg. Die zwischen 1858 und 1928 entstandenen Aufnahmen
gehören zu den frühesten Fotodokumenten. In ihnen spiegeln
sich sowohl die Geschichte der Fotografie und ihre Nutzung zur
wissenschaftlichen Dokumentation fremder Kulturen als auch das
Verhältnis von subjektiver Wahrnehmung (durch die Fotolinse),
von Inszenierung der Bildsujets und des Zeitgeschmack zur Wirklichkeit.
Darüber hinaus
vermitteln diese Werke verschiedener Fotografen und Forscher in sehr eindrucksvoller Form Leben und Umwelt
der indianischen Bevölkerungen an der Wende vom 19. zum 20.
Jh. Ergänzt werden diese hier abgedruckten Raritäten durch
historische und ethnografische Beiträge zu den fotografischen
Sammlungen, zur Geschichte und Kultur der indianischen Völker
und zur Bedeutung der Fotografie in jener Zeit. Manche der Fotos werden dem Betrachter bekannt vorkommen, da die Abzüge der hier vorgestellten Fotoautoren sich auch in anderen Sammlungen finden. Enthalten sind auch die gern gezeigten Aufnahmen von Frederick Weygold sowie jene aus der Sammlung Jacobsen, wofür der Hamburger Fundus bekannt ist. Aber auch manche Überraschung hält der in vorzüglicher Druckqualität produzierte Fotoband parat, so etwa eine schöne Porträtaufnahme des in Dresden 1912 begrabenen "Show-Indianers" Edward Two-Two mit seiner Frau. Auch die meisten übrigen Aufnahmen dürften dem Leser neu und unbekannt sein. Die gleichnamige Ausstellung, zu der das Buch erschienen ist, kann im Hamburger Museum bis Juni 2003 besucht werden. Diese präsentiert sich - über die indianischen Motive hinaus - mit einer Überfülle weiterer Fotothemen: Städteansichten, Bauvorhaben (Panamakanal, Brücken, Wolkenkratzer etc.), Ruinenstätten auf Yucatan (wovon im Buch nur einige wenige Aufnahmen vorgestellt werden konnten), Volksleben in Mexiko, Stereoaufnahmen u.v.a. mehr. Alles in allem ein Bilderreigen einer ganzen Epoche. Die meisten Bilder sind kurz und fasslich kommentiert. Wer versucht, in den ausgestellten Aufnahmen zu lesen und zu verstehen, wird fasziniert sein. _nko |
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Gold aus dem alten Peru. Die
Königsgräber von Sipán. Hgg. von der Kunst- und
Ausstellungshalle Bonn, 2001, 296 Seiten, Softcover
mit Klappenumschlag, 28x25 cm, 378 Farbfotos und 20
sw-Abbildungen auf Hochglanzpapier; ISBN 3-89904-021-X; Preis 49
DM, Buchhandelsausgabe 98
DM. - Katalog
zur Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn vom 15.
Dezember 2000 bis 29. April 2001. - Vor weniger als 20 Jahren machte man durch Zufall in
Sipán, etwa 800 km nördlich von Lima, einen spektakulären
Fund:
das intakte, nicht geplünderte Grab eines Moche-Herrschers.
Anhand der Fülle der exquisiten Beigaben, mit denen der
sogenannte Fürst von Sipán bestattet worden war, ließen
sich erstmals weitreichende Informationen über die
Kultur und Gesellschaft der Mochica gewinnen sowie
vorhandene Kenntnisse präzisieren. Im Laufe der
Ausgrabungen kamen neben dem großartigen Grab des Fürsten
von Sipán unter der verwitterten Pyramide aus Adobe
(getrockneten Lehmziegeln) acht weitere zu Tage, so unter
anderem das des Alten Fürsten, des Priesters und eines
Militärbefehlshabers. Das heutige Wissen über die
politische, soziale und ökonomische Organisation, über
die Religion und die Kunst der Moche lässt sie zu einer
der großen Kulturen Amerikas werden. Der sagenhafte Goldschatz der Herrscher von Sipán bildet den Kern der Ausstellung. Präsentiert werden die 200 schönsten und wichtigsten Grabungsfunde: Insignien der Macht wie Standarten aus vergoldetem Kupfer, Herrschaftszeichen wie Zepter und Kopfschmuck, Masken, Pektorale, Schellen und Schmuck - vieles aus reinem, oft mit Steinen verziertem Gold. Um diesen Traum aus Gold und eine originalgetreue Rekonstruktion der Grabkammer des Fürsten und der sieben Personen, die ihn in die jenseitige Welt begleiteten, gruppieren sich 50 Moche-Keramiken aus bedeutenden Sammlungen deutscher Museen. Diese Kunst aus Ton, seien es Skulpturen oder bemalte Gefäße, gibt nicht nur Einblick in Fauna und Flora, in das höfische Leben sowie den Alltag des einfachen Mannes, sondern auch in die mythologischen Vorstellungen der Mochica. Sie führt uns zum Beispiel vor Augen, wie Fischer auf kleinen "caballitos del mar" - so werden die kanuähnlichen Boote aus gebündeltem Schilfrohr genannt - dem Pazifik trotzten. Sie erzählt von der Hirschjagd der Adeligen mit Hilfe von Netzen und Treibern oder von der wichtigsten Opferzeremonie, die mit einem rituellen Kampf zwischen Kriegern begann. Sie zeigt, wie der einzelne in dieser hierarchisch gestaffelten Klassengesellschaft sich kleidete, denn gerade die Hochkultur der Moche ist eine der wenigen Weltkulturen, bei der die Armut nicht anonym blieb. Selbst erotische Szenen sind in der "irdenen Bibliothek" dieser schriftlosen Gesellschaft nicht ausgespart. Besonders beeindruckt auch die Porträtkeramik mit ihren individuellen, naturalistischen Bildnissen. Bisher wurde nur ein kleiner Teil des Goldschatzes von Sipán, der zum Teil im Römisch-Germanischen Zentralmuseum zu Mainz restauriert wurde, gezeigt. Die Ausstellung in Bonn ist nicht nur die erste in dieser Vollständigkeit und Pracht - auch die Funde der neueren Ausgrabungen werden in Europa erstmals gezeigt - , sie ist zugleich auch die letzte außerhalb Perus. Dann finden die fragilen Kostbarkeiten in unmittelbarer Nähe zu den ursprünglichen Gräbern im neuerrichteten Museum "Tumbas Reales de Sipán" eine ständige Bleibe und werden nach einem Regierungsbeschluß das Land Peru nicht mehr verlassen. Der Katalog enthält Beiträge international renommierter Wissenschaftler zu den kulturellen Entwicklungen der präkolumbischen Kulturen Perus, den Ausgrabungen und Restaurierungen sowie eine Zeittafel, Karten und eine umfangreiche Bibliographie. Text: Aussteller |
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Starker Tobak - Ein Wunderkraut erobert die Welt. Museum der Kulturen Basel, Buchverlag der Basler Zeitung, Basel 2000, 122 S. (kartoniert), 30x22cm; durchgehend, teils farbig illustriert, Paperback. ISBN 3-85815-359-1, Preis 39,- CHF (= 49,- DM). - Zur gleichnamigen Ausstellung im Basler Museum der Kulturen (8. April 2000 bis 10. September 2000) erschienener Katalog. Der kulturhistorische Ansatz von Ausstellung und Katalog berücksichtigt auch gebührend die ethnologische Seite der "trockenen Trunkenheit". Für Indianerfreunde seien hier einschlägige Kapitel genannt: Calumet und heilige Riten - Tabak bei den Indianern Nordamerikas; Tabak im alten Mesoamerika; Das Werkzeug der Schamanen - Tabak bei den Indianern Südamerikas. Auch Afrika, die Südsse, der ferne Osten u.a. kommen in eigenen Beiträgen nicht zu kurz. Dreizehn Autoren haben sich an dem von der Leiterin der Amerika-Abteilung des Museums, Wiebke Ahrndt, verantworteten Katalog beteiligt. |
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Antes, Horst (Hg):
Katsinam - Figuren der Pueblo-Indianer Nordamerikas aus der
Studiensammlung Horst Antes. Ausstellungskatalog
Völkerkundesammlung der Hansestadt Lübeck. Lübeck 2000;
324 S., Hardcover 32,5x24cm; 190 Farbtafeln und 60
sw-Abbildungen; ISBN 3-9803004-7-1; Preis 86 DM. - Katalog
zur Ausstellung in Lübeck vom 22.10.2000 bis 21.10.2001. Katsinam
sind Geistwesen und Ahnengeister der Pueblo-Indianer, die seit
Jahrhunderten als Maispflanzer in den trockenen Regionen des südwestlichen
Nordamerikas leben. Als Botschafter und Vermittler zwischen den Welten
tragen die Katsinam die Gebete der Menschen für Regen, Fruchtbarkeit
und Gesundheit zu den Göttern. Sie können aber auch selbst Regen
bringen und das Dorf und seine Bewohner vor Krankheiten und Mißgeschicken
schützen. Zwischen Januar und Juli erscheinen sie in der farbenprächtigen
Verkörperung durch Katsina-Tänzer, um die Menschen zu unterhalten und
ihre Gebete entgegenzunehmen. Bei den wichtigsten Katsina-Zeremonien im
Februar und Juli schenken die Tänzer, als Wesen aus der anderen Welt,
den kleinen Mädchen hölzerne, bemalte Nachbildungen der Katsinam, von
denen es etwa 250 verschiedene Typen gibt. Zu
Hause hängt man die Figuren zur Zierde an den Wänden auf, eine ständige
Erinnerung an die Güte und Schönheit der Katsinam. Katsina-Figuren
werden seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts auch für den Verkauf an
Sammler und Touristen geschnitzt, eine Entwicklung, von der die
Studiensammlung Horst Antes reiches Zeugnis ablegt. |
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Sachbücher
Indianer NordAmerikas
keine Ausstellungskataloge
| Thomas Wagner:
Irokesen und Demokratie. Ein Beitrag zur Soziologie
interkultureller Kommunikation. Reihe: Kulturelle
Identität und politische Selbstbestimmung in der
Weltgesellschaft, Bd. 10, Lit-Verlag Münster 2004,
398 S., gebunden, mit einer Karte und einigen
sw-Abbildungen im Text, Literaturverzeichnis und
Personenregister. ISBN 3-8258-6845-1, Preis
24,90 € War der Irokesenbund Vorbild und Ideengeber für die Verfassung der USA? Die kritische Neubewertung der kontrovers diskutierten Einflussthese zeigt, dass Institutionen herrschaftsloser Gesellschaften für die friedliche und demokratische Lösung drängender Weltprobleme relevant bleiben. Thomas Wagner (geb.1967) ist Kultursoziologe. Er arbeitet als Dozent für Kreatives Schreiben und Alphabetisierung mit Kindern und geistig behinderten Erwachsenen (u.a. Lernmobil e.V., Berlin). Er ist Autor des Historisch-Kritischen Wörterbuchs des Marxismus. Mit R. Haude schrieb er 1999 das Buch "Herrschaftsfreie Institutionen". |
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| Peter Hinz-Rosin und Dirk Rohrbach: Der Letzte
Häuptling - Begegnungen mit den Sioux. Verlag
Weltsichten, Saalfeld 2003,
160 Seiten, Hardcover 26,5x25 cm, durchgehend ill. mit
sw- und Farbfotos; ISBN: 3-934996-08-6, Preis
26,90 € „Sie mögen uns getötet haben, aber unsere Art zu leben wird niemals sterben“, sagt Leonard Little Finger. Er ist Nachfahre des Sioux-Häuptlings Big Foot. Als er in Dakota zufällig auf Peter Hinz-Rosin und Dirk Rohrbach trifft, bittet er sie, ihn auf einer abenteuerlichen Reise in die Vergangenheit zu begleiten. Für die beiden Fotojournalisten wird es die Begegnung mit einem stolzen Volk auf der Suche nach seinen Wurzeln. Die Reise beginnt am Wounded Knee, wo im Dezember 1890 rund 300 indianische Männer, Frauen und Kinder von der weißen Armee regelrecht massakriert wurden. Bis heute gilt dieses Gemetzel offiziell als das Ende der Indianer-Kriege. Jedes Jahr im Dezember erinnern die Sioux mit einem Gedenkritt durch die eisige Prärie an die Opfer des Massakers, bei Temperaturen von bis zu –50°C. Der Letzte Häuptling folgt diesen Reitern und spannt damit einen Bogen von den historischen Ereignissen 1890 bis in die Gegenwart, wo die große Büffelnation von einst unter erbärmlichen Bedingungen in kargen Reservaten dahinvegetiert. Ein Rezensent schrieb: "Das Buch ist kein Indianerbuch im weitesten Sinne und keine Reisebeschreibung über Land und Leute. Es ist viel mehr, ...es zeigt dem Leser sehr sensibel die Geschichte um das grauenvolle Massaker und ihre Wirkung auf die folgenden Generationen. Es vermittelt viel von der Seele und dem Vermächtnis der Menschen, die ihren Stolz und ihre Würde bewahrt haben." Bildband auf schönem Papier. |
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Sachbücher
Indianer Süd-&
MittelAmerikas
keine Ausstellungskataloge
Mario
Koch (Hg): Der
Kampf um die Inkahauptstadt Cuzco.
Reihe: Cognoscere historiae. trafo-Verlag Dr. Wolfgang Weist,
Berlin 2000, ISBN 3-89626-321-8;
140 Seiten, Preis 16,80 €. - Deutsche Erstausgabe der "Relación del sitio
del Cuzco...", einer spanischen Chronik aus dem 16.
Jahrhundert. Vor allem der Widerstand der Inka gegen die
Eroberung wird hier in einer zeitgenössichen Berichterstattung
von einem Zeitzeugen vorgestellt. Mit zahlreichen Farb- und s-w-Abbildungen.
Näheres über das Buch erfahren Sie nach einem
Klick auf den Buchtitel! Erste deutschsprachige Ausgabe!!! Der
Titel kann direkt über unsere eMailadresse
bestellt werden. Bei Lieferung wird 0,77 Euro Porto
berechnet. Geben Sie bitte Autor, Buchtitel und Ihre Adresse an.
Simone
Hantsch: Das Alphatier -
Aus dem Leben der Gertrude Duby-Blom. Reihe: Biografien
europäischer Antifaschisten, Bd. 7; trafo-Verlag Dr. Weist
Berlin 1999, 194 S.,
ill., 29 Fotos im Text, Preis 19,80
Euro + Porto. - Die Lebensgeschichte
einer legendären Frauenpersönlichkeit, der sozialistischen
Frauenrechtlerin, Journalistin, Fotografin, Forscherin und "Königin
des Regenwalds" - Gertrude Duby-Blom (1901-1993), die in den
letzten Jahrzehnten besonders für die Lacandonen-Indianer und
den Erhalt des mexikanischen Regenwaldes gewirkt hat. Der Titel
kann direkt über unsere eMailadresse bestellt werden. Bei Lieferung wird 0,77 Euro Porto
berechnet. Geben Sie bitte Autor, Buchtitel und Ihre Adresse an.
Sachbücher
ForschungsReisen,
EntdeckungsFahrten
und KonQuista
keine Ausstellungskataloge
Uwe
Pfullmann: Durch Wüste und Steppe.
Entdeckerlexikon arabische Halbinsel. Biographien und
Berichte. trafo-Verlag Dr. Wolfgang Weist, Berlin 2001, ISBN 3-89626-328-5;
564 Seiten mit mehr als 220 historischen s-w-Abbildungen
und 41 Karten. Preis 45,80 €. - Uwe Pfullmann,
Arabist und Historiker, hat nun das erste Lexikon
fertiggestellt, das sich mit diesem Thema beschäftigt.
Auf über 500 Seiten erwarten den Leser die
niedergelegten Erfahrungen und Erlebnisse von 277
Forschern und Reisenden. Das Werk wendet sich sowohl an
den Fachmann als auch an ein allgemein interessiertes
Publikum. Mit einer Bibliografie der Reisewerke sowie
weiterführender Literatur. Ein einzigartiges Kompendium!
Der Titel kann direkt über unsere eMailadresse
bestellt werden. Bei Lieferung wird zusätzlich
Porto berechnet. Geben Sie bitte Autor, Buchtitel und
Ihre Adresse an.
Reisen, Entdecken, Sammeln - Völkerkundliche
Sammlungen in Westfalen-Lippe. Hgg. von Günter
Bernhardt und Jürgen Scheffler, Verlag für
Regionalgeschichte Bielefeld 2001, 221
S., 118 s-w-Fotos und 51 Farbfotos auf Qualitätspapier,
2 Karten, Pappeinband, 30,5x22 cm, ISBN 3-89534-421-4;
Preis 24 €. - Im Vergleich mit den völkerkundlichen
Sammlungen des Rheinlandes oder anderen großen
Museumszentren in Deutschland genießen die westfälisch-lippischen
Völkerkundesammlungen wenig öffentliche Publizität.
Sie entstanden in erster Linie durch Schenkungen bzw.
Leihgaben von Privatpersonen (Händler, Diplomaten,
Kolonialbeamte, Reisende) oder wurden von Missionaren mit
dem Ziel zusammengetragen, die Aktivitäten ihrer Orden
in fremden Ländern zu veranschaulichen. Die Beiträge in
dem Buch stellen weniger die unterschiedlichen außereuropäischen
Kulturen in den Mittelpunkt als vielmehr diese Personen.
Wer waren diese Sammler, welche Absichten verfolgten sie
mit ihren Reisen, welcher gesellschaftlichen Prägung
unterlagen sie? Was wussten sie von den Völkern, die sie
besuchten; was erwartete sie in der Fremde? Was lernten
sie aus ihren Reisen? Wie haben sie ihre Sammlungen der
Öffentlichkeit präsentiert?
KulturGeschichte
zur Zeit keine Titel
Indianistik
Die jüngsten Titel
zuerst
Harald Gündel: Die Raben am Fluß und in den
Bergen - Und morgen werde ich sein wie Ihr. Abenteuer,
Aufzeichnungen und Geschichten aus meiner Zeit unter weißen
Indianern. Fouqué-Literaturverlag Engelsbach 1999, Pb, 419 S., ISBN 3-8267-4355-5, Preis 29,80 DM. - Ein Buch, das innerhalb der Indianistikgruppen
Ostdeutschlands noch zu Diskussionen führen wird! Ein intimer
Einblick in die Szene der letzten zehn DDR-Jahre. Gunnar
Möller aus Greifwald schreibt über das Buch: "Es
gibt 'Indianerbücher', nun auch 'Indianistikbücher'. Der Autor,
selbst fast 30 Jahre in der Indianistikszene der DDR aktiv
gewesen, hat seine vielen Erlebnisse in Form eines Buches
herausgegeben. Es ist weniger ein authentisches 'Tagebuch',
vielmehr ein belletristisch aufgearbeitetes, persönliches
Bekenntnis zum Hobby. Und so ist auch der Untertitel zu verstehen: Abenteur, Aufzeichnungen und Geschichten aus meiner Zeit unter
weißen Indianern. Ähnlichkeiten mit realen Personen sind in dem
Buch 'rein zufällig'. Trotzdem wird der Leser/ die Leserin aus
der Indianistikszene die eine oder andere Geschichte
wiedererkennen. Angereichert mit historischen Nachrichten über
die Absaroke (Crow), jener indianischen Nation, der sich der
Autor in der Indianistik verbunden fühlt, geben die Geschichten
auch Nichthobbyisten einen sehr guten Einblick in eine Seite der
Freizeitkultur, die in der DDR mehr geduldet als erwünscht war.
Das Buch ist ein Bekenntnis zum positiven Nonkonformismus. Bei
aller Zwiespältigkeit der aufgezeigten Personen bleiben sie den
LeserInnen dennoch als interessante Zeitgenossen in Erinnerung,
die sich (meist) nicht ernster nehmen als sie wirklich sind. Auf
die Fortsetzung der Geschichten darf man gespannt sein und nur
hoffen, dass die Zeit des Autors unter weißen Indianern nicht so
bald abläuft."
Das Manuskript zum Fortsetzungsband harrt bereits seiner
Drucklegung ... (Stand 2000).
Birgit
Turski: Die Indianistikgruppen der DDR: Entwicklung -
Probleme - Aussichten. Baum Publications Idstein/ Ts. 1994, 81 S., Pb, 24x17
cm, 7 s-w-Abb., ISBN 3-9802155-8-X, Preis 28,-
DM, lieferbar. Bestellung an: Baum Publications, Friedenstr. 53, 65510
Idstein/Ts., Tel. 06126-989058. - Zum einen erfahren interessierte Leser, wie sich die
Indianistik unter bestimmten gesellschaftlichen Voraussetzungen
entwickelte, wie intensiv sich viele Menschen mit dieser Thematik auseinander
setzten und es auch auf diesem Gebiet in der DDR allmählich
zu Wandlungen kam. Die Autorin stand einst selbst einer
Indianistikgruppe vor und kann deshalb aus eigenem Erleben
berichten. Begleitend zur Drucklegung dieser schön gestalteten
Schrift aus dem Baum Verlag, die aus einer Diplomarbeit
hervorging, veröffentlichte Birgit Turski 1993/94 in den Ametas-Heften 9 und 10 einen 2-teiligen illustrierten Artikel zum gleichen
Thema. Außerdem erschien in der Zeitschrift "European
Review of Native Amrican Studies" 7:1 (1993) ein
umfangreicher englischsprachiger Beitrag der Autorin zum Thema.
Romane
Die jüngsten Titel
zuerst
| Antje Babendererde: Die
Suche. Roman, Merlin
Verlag Gifkendorf 2005,
ISBN 3-87536-250-0; 350 Seiten, Leinen, farbiger
Schutzumschlag. Preis 19,50 €. - Der 9jährige Stevie ist vom
Spielen im Wald nicht zurückgekehrt. Nun stellt das
Jugendamt dem alleinerziehenden Vater unangenehme
Fragen und die Polizei sucht das weiträumige Gelände
des Dog Lake Reservats ab. Hängt Stevies Verschwinden
mit dem Kampf der Cree-Indianer gegen den mächtigen
Papierkonzern Shimada zusammen? Oder führt die Spur
in die Welt der indianischen Schamanen, Geister und
Hexen? Zwischen Bangen und Hoffen begibt sich Jem auf
die Suche. Die junge Sozialarbeiterin Canyon hilft ihm
dabei. Gemeinsam machen sie eine überraschende
Entdeckung. - Ein spannender Schmöker und eine
ungewöhnliche Liebesgeschichte der Thüringer
Autorin. Antje Babendererde, Jgg. 1963, legt mit dem
Buch ihren dritten Indianerroman beim Merlin Verlag
vor. |
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| Antje Babendererde: Wundes
Land. Roman, Merlin
Verlag Gifkendorf 2003,
ISBN 3-87536-238-1; 213 Seiten, Leinen, farbiger
Schutzumschlag. Preis 19,50 €. - Die junge Ostdeutsche Ellen Kirsch
reist während der Sommermonate in das Reservat Pine
Ridge, wo sich ein ausgedehntes Uranabbaugebiet
befindet. Als Mitarbeiterin einer deutschen Unterstützergruppe
soll sie einen Bericht über die Fortschritte des
Dorfprojektes schreiben, das die Gruppe dort betreut.
Doch die Kontaktaufnahme zu den Lakota-Indianern, die
in Pine Ridge leben, gestaltet sich schwieriger als
erwartet. Erst als Ellen Zeugin in einem Mordfall
wird, erhält sie wirklich Einblick in die Lebensumstände
im Reservat. Dabei muß sie erfahren, daß der Versuch
der Lakota, moderne Lebensweise und alte Traditionen
miteinander zu verbinden, zu Interessenkonflikten führt,
die bis aufs Messer ausgetragen werden. |
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| Antje
Babendererde: Der Walfänger. Roman, Merlin
Verlag Gifkendorf 2002,
ISBN 3-87536-225-X; 437 Seiten, Leinen, farbiger
Schutzumschlag. Preis 20,50 €. - Die junge
Meeresbiologin Irina Scolari ist ratlos. Soll sie den
Heiratsantrag von Robert annehmen oder hängt sie immer
noch an ihren geschiedenen Mann Micah, dem attraktiven Makah-Indianer? Unter dem Vorwand, die nach 80 Jahren
erste traditionelle Waljagd der Makah zu dokumentieren,
reist Irina nach Neah Bay, ins Reservat. Doch dort
herrscht eine gereizte Stimmung. Die Jagdvorbereitungen
werden begleitet von heftigsten Protesten der
Walfanggegner. Als die ersten telefonischen Morddrohungen
eintreffen, ist die Atmosphäre zum Platzen gespannt.
In dieser Situation trifft Irina auf auf Micah. Der Roman "Der Walfänger" ist die dritte
Buchveröffentlichung der 39-jährigen Autorin. Antje
Babendererde lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Thüringer
Dorf. |
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© 04/ 2000 by René
Senenko, Redaktion Voelkerkun.de Last updated/ Zuletzt überarbeitet am 17. June 2009 Impressum |
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