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Birkenrinde
Völkerkundliches 
Antiquariat


Kataloge + Bücher zu den Themen: Indianer Nordamerikas + Süd-& Mittelamerika + Forschungsreisen + Kulturgeschichte + Indianistik + Romane
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Kataloge
& Begleitbücher zu Ausstellungen über das
indigene Amerika
Die jüngsten Titel zuerst
Beatrice Kümin: Expedition Brasilien - Von der Forschungszeichnung zur ethnografischen Fotografie. Hg.: Völkerkundemuseum der Universität Zürich 2007, 159 S., durchgehend farbig ill., 28,5 x 24,4 cm, Hardcover/ Pappband, Preis 68 CHF / 46 € [D], ISBN 978-3-7165-1489-4, im Handel.   Was haben Bleistift und Kamera gemeinsam? Nicht viel, möchte man meinen. Sehr viel, sagt die Ethnologin und Kunsthistorikerin Beatrice Kümin. Sie untersucht, wie es von der Forschungszeichnung zur ethnografischen Fotografie gekommen ist und wie erstere letztere beeinflusst hat. Brasilien war noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts ein geheimnisvolles Land. Obwohl von der Kolonialmacht Portugal streng abgeriegelt, zog es trotzdem immer wieder Forschungsreisende an. Vor allem Deutsche begaben sich auf Exkursion nach Brasilien. Auf ihren Reisen wurden sie von Kunstmalern begleitet, die für die bildliche Dokumentation verantwortlich waren. Nach der Erfindung der Fotografie 1839 begann die Fotokamera den Zeichenstift als Instrument der Visualisierung abzulösen. Sie kam dem Anspruch der dokumentarischen Genauigkeit entgegen. Wertvolles bisher noch unerschlossenes Bild- und Fotomaterial hat Kümin aus Museumsarchiven Europas und Brasiliens für diese Publikation zusammengetragen. Beatrice Kümin war Schauspielerin, bevor sie in Zürich und Edinburgh Ethnologie studierte und in der Mongolei zum Thema Schamanismus forschte. Danach betreute sie mehrere Ausstellungen und veröffentlichte zwei Bücher zur visuellen Anthropologie. Heute arbeitet sie als Kuratorin am Völkerkundemuseum der Universität Zürich. // Ausstellung: Völkerkundemuseum der Universität Zürich:. Expedition Brasilien - Forschungsbilder und ihre Umwandlungen im 18./19. Jh. 22. Juni 2007 bis 27. Januar 2008

Umschlag Reich geschmückt – 100 Jahre indianischer Schmuck aus Arizona und New Mexico. 
Hgg. und verlegt vom Nordamerika Native Museum (Nonam) Zürich 2007, 64 S., durchgehend ill., 27 x 22cm, Softcover, Preis 17 CHF / 12 €, bestellbar unter www.nonam.ch.   Nach 1850 gingen Indianer, meist Navaho, in die Lehre bei mexikanischen Handwerkern, um sich die Kunst des Silberschmiedens anzueignen. Eine rasante Entwicklung nahm diese Kunst dann, als die Indianer lernten, US-Silbermünzen und mexikanische Pesos einzuschmelzen oder im erhitzten Zustand zu verarbeiten. Was die sieben Autorinnen in dem schön aufgemachten Begleitbuch zur gleichnamigen Sonderausstellung im Nonam Zürich (17. Juni 2007 bis 15. Oktober 2007) aufzublättern wissen, sind keineswegs nur Seiten zur Vorgeschichte und Geschichte des Schmucks bei den Navaho, Zuni und Hopi. Auch stellen sie einzelne Meisterinnen und Meister des indianischen Schmuckhandwerks vor, geben einen Einblick in die Technik der Türkis- und Silberverarbeitung und verstehen es, auf den Schmuck des indigenen Amerika und seine Traditionen auch mit anderen Beiträgen neugierig zu machen, deren Themen lauten: Die Schmucksammlerin Millicent Rogers; Die Rolle weißer Händler; Das Geschäft mit den Fälschungen; Gedanken einer Schweizer Sammlerin. Wie seit vielen Jahren üblich ist das Begleitbuch so konzipiert, dass es auch ganz unabhängig von der Ausstellung seinen Reiz und Informationswert behält. Erhältlich ist das schmucke Heft nicht im Handel, sondern nur im Museum.  Senenko

Umschlag Karl Markus Kreis (Hg.): Schulen und Kirchen für die Sioux-Indianer.
Deutsche Dokumente aus den katholischen Missionen in South Dakota 1884-1932.
projekt verlag Bochum 2007; 588 Seiten, 42 s/w-Fotografien, 21x14,5 cm, Softcover, Taschenbuch, Preis 30 € [D] + Vesandkosten. ISBN 978-3-89733-163-1. Bestellbar unter http://www.projektverlag.de/Shopeur/ - Sioux sind den Indianer- und Wildwestfreunden bekannt, seitdem einige mit Buffalo Bill's Wild-West-Show durch Deutschland zogen und Karl May seinen Winnetou von einem Sioux ermorden ließ. Heute kommen bekannte Vertreter des neuen indianischen Selbstbewusstseins aus diesem Stamm. Viele von ihnen haben Schulen besucht, die vor über hundert Jahren von deutschsprachigen Jesuiten und Franziskanerinnen gegründet worden waren. Diese Orden, die nach ihrer Vertreibung aus dem Deutschen Reich im Kulturkampf die Betreuung deutscher Einwanderer in den USA übernommen hatten, stellten das Personal für die katholischen Missionen und Schulen in den neu gegründeten Reservationen der Sioux (Lakota) in South Dakota. Die Berichte und Briefe, die sie innerhalb ihrer Gemeinschaften über ihre Bemühungen um die „Zivilisierung" der Indianer austauschten und in denen sie sich oft kritisch über die Methoden der US-Regierung äußerten, sind meistens auf deutsch verfasst, lagern in deutschen Ordensarchiven und waren für die Forschung bisher kaum erschlossen. Zusammen mit dem bereits erschienenen Buch „Rothäute, Schwarzröcke und heilige Frauen" (ebenfalls in diesem Shop erhältlich) enthält dieser Band die wichtigsten dieser Quellen, dazu Fotografien aus der frühen Zeit der Reservationen und Missionen. Die Missionsgemeinden und Schulen bestehen noch heute, die bekanntere, die Red Cloud Indian School in Pine Ridge, unter gemeinsamer Leitung von Jesuiten und Lakota. - Kein Ausstellungskatalog.

MAYA – Könige aus dem Regenwald. 
Begleitbuch zur Sonderausstellung im Ausstellungszentrum Lokschuppen Rosenheim 2007 und im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim 2007-2008. Hgg.von Dr. Inés de Castro, Hildesheim 2007, 165 S., Hardcover, 20 x 24,5 cm, mit zahlreichen Farbfotos. Preis: 19,90 € plus Porto- und Versandkosten. ISBN 978-3-8067-8700-9. - Jahrhundertelang hatte der Urwald von den Hinterlassenschaften der Maya Besitz ergriffen. Erst in den vergangenen Jahrzehnten ist es Archäologen gelungen, ein Bild dieser geheimnisvollen und facettenreichen Kultur nachzuzeichnen. In dieser Gesamtschau mit rund 200 Objekten aus Mittelamerika und Europa wird sie wieder lebendig. Zahlreiche international renommierte Wissenschaftler vermitteln in diesem Begleitbuch zur Ausstellung ein aktuelles Bild der Maya-Forschung. Reiche Illustrationen gewähren nicht nur dem Kenner eine Übersicht über neueste Entdeckungen, sondern laden auch den Laien ein, an einer großartigen Reise auf den Spuren einer fast vergessenen Kultur teilzunehmen. Bestellungen werden per Email entgegen genommen: lokschuppen@rosenheim.de. Versand gegen Rechnung. Inland: 19,90 € Katalog, zzgl. 6,90 € Porto und 3,- € Bearbeitungsgebühr = 29,80 €. Europäisches Ausland: 19,90 € Katalog, zzgl. 17,00 € Porto und 3,- € Bearbeitungsgebühr = 39,90 € 
VerWandlung. 
Alltag, Kunst und Religion bei Amazonas-Indianern. Katalog zur Ausstellung im Historischen und Völkerkundemuseum St. Gallen.
Autorin: Sabine August. St. Gallen, Schweiz 2006, 70 S., Softcover, 23 x 16,5 cm, mit zahlreichen Farbfotos und einer Karte. Preis 24 CHF (= ca.15 €). ISBN 978-3-9520597-7-7.   Begleitbuch zu der im Jahr 2005 eröffneten Dauerausstellung im Völkerkundemuseum St. Gallen (Schweiz). Die Autorin Sabine August hat sich ebenso vielschichtig den indigenen Kulturen im Amazonas-Tiefland genähert, wie es der vielsagende Titel der Ausstellung bereits anzudeuten wusste. Es geht keineswegs nur um die äußere Verwandlung der Indianer in Gestalt von Bemalung, Schmuck und Kleidung bei festlichen Anlässen, sondern mithilfe dieses Kunst(Be)griffs sucht die Verfasserin alle wichtige Aspekte der Lebensweise zu erfassen: Verwandlung meint also die Haltung der Indianer beim Übergang vom Leben zum Tod, beim Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen (Initiation), meint die Praktiken bei der Entgiftung von Nahrungsmitteln, meint auch die Kommunikation mit den Geistern im Schaffensprozess von Kunst, aber auch andere Transformationen und zyklische Abläufe im Leben einer Gesellschaft. Schließlich steht die Verwandlung auch für den komplizierten Übergang der indigenen Gemeinden "in die Moderne". Der 2. Teil des Buches umfasst den sachkundig kommentierten Katalog (Umfang: 35 Seiten). 
Erhältlich ist der Katalog zur Zeit lediglich im Völkerkundemuseum St. Gallen, bestellbar unter info@hmsg.ch

Umschlag
Schätze der Anden - 
Die Inka-Galerie und die Schatzkammern im Museum für Völkerkunde Hamburg.
Hgg. von Wulf Köpke & Bernd Schmelz. Mitteilungen aus dem Museum für Völkerkunde Hamburg. Neue Folge Band 37, 2006, 575 S., Softcover, 21 x 14,7 cm, mit zahlreichen Farbfotos, Karten und Zeichnungen. Preis 16,90 € + Porto. ISBN 3-9809222-7-8.   Begleitbuch zu den neuen Dauerausstellungen im Völkerkundemuseum Hamburg "Inka-Galerie" und den zugehörigen "Schatzkammern", die am 21. Januar 2007 eröffnet worden sind. Siehe www.Voelkerkun.de -> Aktuelle Ausstellungen über das indigene Amerika. Den inhaltlichen Schwerpunkt dieses äußerst attraktiven, kompakten und selten preiswerten Bandes bilden 15 Artikel (über 400 Seiten) zum Titelthema. Inhaltsverzeichnis (Kurzfassung): Christine Chávez über das Ausstellungskonzept, über altandine Schätze im Hamburger Völkerkundemuseum sowie über Hans Hinrich Brüning (Archäologie Nordperus), Heiko Prümers über einige Gewebe aus der Hamburger Sammlung, Bernd Schmelz über H.H.Brüning, Peru und das Hamburger Völkerkundemuseum. Ab S. 140 Komplex "Altandine Kulturen im Überblick": J.Golte: Lebensraum & Chronologie, über Grabräuber und Archäologen und über die Moche, M.Tellenbach über die Nazca und über Gold in Altperu, K.Koschmieder über die Chimú und über die Sicán (mit C.Clados), K.Nowack über das Inkareich, und H.Bischof über das Silber i.d.altandinen Kultur und über neue archäologische Forschungen in Peru. Ab S. 400 "Neues aus dem Museum". 

Umschlag
I Like America – Fiktionen des Wilden Westens. 
Hgg. von Pamela Kort und Max Hollein. Mit einer Einleitung von Max Hollein und Texten von Eric Ames, Eugen Blume, Peter Bolz, Pamela Kort, Karl Markus Kreis, Barbara McCloskey, H. Glenn Penny. Deutsche und englische Ausgabe; je 400 Seiten, 380 Abbildungen, Prestel Verlag München 2006, ISBN 978-3-7913-6094-2/3-7913-6094-9 (deutsch), ISBN 978-3-7913-6095-9/3-7913-6095-7 (englisch), Preis je 29,80 €.   Katalog zur gleichnamigen Sonderausstellung in der Schirn-Kunsthalle Frankfurt/ Main vom 28.9.2006 bis 7.1.2007, siehe www.Voelkerkun.de -> Aktuelle Ausstellungen über das indigene Amerika.
Umschlag
Alfred Hendricks: Indianer der Nordwestküste Wandel und Tradition / First Nations of the Pacific Northwest Change and Tradition. Hgg. von A. Hendricks, Westfälisches Museum für Naturkunde, Münster 2005, gebunden, 183 S., 24x24cm, durchgehend (meist farbig) ill., zweisprachige Publikation: Deutsch und Englisch. Preis 21,80 €.   Gut aufgemachtes und lesenswertes Begleitbuch zur gleichnamigen Sonderausstellung im Westfälischen Museum für Naturkunde in Münster (bis 29.10.2006, siehe www.Voelkerkun.de -> Ausstellungen). Bestellungen an naturkundemuseum@lwl.org Umschlag
Mit dem Boot über die Rocky Mountains. Unter Wölfen, Büffeln, Bären und Indianern – Die Reise von Lewis und Clark. Hgg. von Richard Stinshoff, Anne Leeb und Anne Gelderbloom, Isensee Verlag Oldenburg/ Landesmuseum für Natur und Mensch Oldenburg 2005, gebunden, 232 S., 20,5x24,5cm, durchgehend (meist farbig) ill., ISBN 3-89993-261-8, Preis 16,80 €.   In seiner Vielfalt der Darstellungsansätze ein ausgesprochen seltenes Begleitbuch zur Ausstellung im Landesmuseum für Natur und Mensch Oldenburg bis zum 12. Februar 2006. So wird die historische Expedition keineswegs nur historisch aufgearbeitet, sondern auch touristisch und künstlerisch. Einige der beigesteuerten Beiträge sind sehr heutig orientiert. Das lässt L & C zuweilen wie Zeitgenossen erscheinen und umgekehrt. Bestellungen an museum@naturundmensch.de

Umschlag
Alfred Hendricks: Prärie- und Plainsindianer Wandel und Tradition / Prairie and Plains Indians Change and Tradition. Hgg. von A. Hendricks, Westfälisches Museum für Naturkunde, Münster 2005, gebunden, 135 S., 24x24cm, durchgehend (teils farbig) ill., zweisprachige Publikation: Deutsch und Englisch. Preis 15,90 €. Attraktives, äußerst informatives Begleitbuch zur gleichnamigen Dauerausstellung im Westfälischen Museum für Naturkunde in Münster (seit 3. März 2005, siehe www.Voelkerkun.de -> Ausstellungen -> neue Daueraussellungen). Bestellungen an naturkundemuseum@lwl.org

Umschlag
Der Fluch des Goldes. 1000 Jahre Inkagold. Die schönsten Schätze des Goldmuseums in Lima/ Peru aus der Hinterlassenschaft der Inka. Hgg. von Wilfried Morawetz, Luis Hurtado und Michael Wengenroth; Leipzig 2005, keine ISBN, 176 Seiten, 21 x 24 cm, farbiger Kartonumschlag. Preis 9,50 €, bei Versand inkl. Porto: 13 Euro. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Lateinamerikazentrum Leipzig (Romanushaus) vom 19.11.05 bis 28.2.06. Im Anschluss an den informativen illustrierten Textteil werden auf 40 Farbtafeln viele der rund 90 ausgestellten  Stücke vorgestellt. "Es ist ... unbestritten, dass jedes der prächtigen Exponate seine eigene Geschichte atmet, ausstrahlt und sich dem offenbart, der sie hören, der sie erfassen will. Jeder muss seinen eigenen Weg dazu finden. Eines nur ist gewiss: Sobald man etwas erfasst, gespürt hat, wird es unglaublich spannend, emotional und katapultiert den Betrachter in bisher unbekannte Sphären." (aus dem Vorwort). Einige der Bilder im Textteil sind farbstichig. Das tut aber dem ansonsten sehr attraktiven und in jeder Hinsicht handlichen Katalog keinen Abbruch. Bestellungen an info@inkagold-ausstellung.de

Umschlag
Botanica Indiana - Indianische Pflanzenwelten. Zürich 2005, keine ISBN, 44 Seiten A4, farbiger Kartonumschlag. Preis 7 CHF / 4,50 €. - Dieses vom Botanischen Garten der Uni Zürich, vom Nordamerika Native Museum (Nonam), von der Sukkulentensammlung Zürich und vom Völkerkundemuseum der Uni Zürich anlässlich der gemeinsamen gleichnamigen Ausstellung (bis 31.10.2005) herausgegebene Heft befasst sich eingehend mit den Heil-, Färbe-, Kult- und Nahrungspflanzen des indigenen Nord- und Südamerika. Durchgehend farbig illustrierte und sehr liebevoll aufgemachte Publikation. Bestellungen an enz@systbot.unizh.ch oder an nonam@ssd.stzh.ch Umschlag
Nordamerika Native Museum: Traditions of Change - Neue Kunst der Athapasken und Tlingit aus dem Yukon - The new art of Athapascan and Tlingit from the Yukon - Nouvel art des Athapask et des Tlingit du Yukon. SchriftenReihe I, Publikation des Nordamerika Native Museums (Nonam) Zürich 2005, keine ISBN; 127 Seiten A5, 1 Karte, Softcover. Preis 18 CHF / 12 €. - Das Nordamerika Native Museum (Nonam) Zürich hat elf Künstlerinnen und Künstler aus dem kanadischen Yukon eingeladen, ihre Kulturen in Zürich vorzustellen, darunter Tlingit, Tahltan, Southern und Northern Tutchone, Kaska und Gwitchin. Sie alle reflektieren eine Kultur, die in den letzten fünfzig Jahren einen rasanten Wandel erfahren hat. Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung im Nonam (bis 31.4.2006). Alle Texte 3sprachig: Dt., Engl. und Frz.. Zu bestellen bei nonam@ssd.stzh.ch

Umschlag
Jean-Loup Rousselot und Veronika Grahammer: Jenseits von Bering - Die russischen Kolonien des Nordpazifiks 1741-1867/ Oltre Bering - Le colonie russe del Nord Pacifico 1741-1867/ Beyond Bering - The Russian Colonies of the North Pacific 1741-1867. Katalog hgg. von der Galleria Gottardo Lugano und dem Staatlichen Museum für Völkerkunde München, hergestellt von der Galleria Gottardo, Lugano/ Schweiz 2004, zur gleichnamigen Ausstellung. In deutsch, italienisch und englisch verfasster Katalog, 264 S., Softcovereinband, mit Schutzumschlag aus transparentem Pergamentpapier, 24x17 cm, durchgehend farbig illustriert. ISBN 3-927270-45-8. Preis 29 €.   Katalog zur Ausstellung in Lugano vom 7. Juli bis 23. Dezember 2004 sowie anschließend bis 8. Januar 2006 in München. Mehr als 150 ethnografische Exponate aus der Sammlung des Historischen Museums Tallin (Ajaloomuuseum), Estland, werden - in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Museum für Völkerkunde München und dessen stellv. Direktor Jean-Loup Rousselot und seiner Mitarbeiterin Veronika Grahammer - erstmals in Westeuropa in einer Ausstellung gezeigt. Die präsentierten Ethnografika stammen aus den russischen Kolonialgebieten im nordpazifischen Raum, also von der Nordwestküste Nordamerikas, dem Inselreich zwischen asiatischer und amerikanischer Landmasse/ Alaska (Beringstraße, Alëuten), die bis 1867 von der Russisch-Amerikanischen Kompanie verwaltet wurden (1867 verkaufte der Zar seine Besitzungen (Alaska) an die Vereinigten Staaten). Da auch Stücke von der asiatischen Pazifikseite ausgestellt sind, wird dem Besucher die Ähnlichkeit der Stücke sowohl von der amerikanischen als auch asiatischen Pazifikregion auffallen. Die aufgewandte Sorgfalt bei der Herstellung der Mäntel, Hüte, Taschen und Stiefel ist heute noch augenfällig. Die seinerzeit von Esten auf Reisen zwischen 1804 und 1855 gesammelten 600 Objekte sind heute Eigentum des Historischen Museums Tallin, das in einem der imposantesten gotischen Bauten der estnischen Hauptstadt untergebracht ist. Der Katalog enthält neben den Objektbeschreibungen in Deutsch, Englisch und Italienisch auch Beiträge zur Geschichte des Ajaloomuusems Tallin, über die Sammlungen desselben Museums und zu den russischen Expeditionen nach Ostsibirien und Alaska. Kurzbiografien der Forscher, eine Chronologie und ein Glossar runden diese einzigartige, attraktive Publikation ab._nko

Umschlag
Kreis, Karl Markus (Hg.): Ein deutscher Missionar bei den Sioux-Indianern: Der Sprachforscher, Ethnologe und Sammler Eugen Büchel / Eugene Buechel (1874-1954). Materialien zu Leben und Werk. Reihe "Aus Forschung und Entwicklung" Band 19, Fachhochschule Dortmund, 2004. ISBN 3-9807661-4-4; 107 Seiten A5-Format, Softcover, 2 sw-Fotos. Dieses Buch erschien anlässlich der Ausstellung "Wanbli Sapa - Der Indianermissionar aus der Rhön" in Geisa/ Rhön vom 31.Oktober 2004 bis 30. August 2005. In ihm sind mehrere Artikel aus der Feder von Eugen Buechel sowie Abhandlungen mehrerer Autoren über sein Leben und Wirken zu finden.   Bestelladresse: Prof. Dr. K. M. Kreis, FB Soziales, FH Dortmund, Postfach 105018, 44047 Dortmund, oder: Kreis@fh-dortmund.de; Druckkostenbeitrag 5 €

Umschlag
Rabe Raubwal Donnervogel – Zeitgenössische Kunst von Indianern der kanadischen Pazifikküste. Hg.: Botschaft von Kanada, Berlin 2004, 38 Seiten geheftet, A5-Format, sw-illustriert, mit einigen Farbabbildungen, Preis 2,50 €.   Katalogheft zur gleichnamigen Ausstellung bis Ende November 2004 im Amerika-Haus München. Die Kunst der Indianervölker an der Pazifikküste Kanadas erlebt seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eine bemerkenswerte Renaissance. Traditionelle Kunstwerke wie Totempfähle, Tanzmasken oder Kanus aus Zedernholz werden in großer Zahl geschnitzt. Daneben haben die Künstler auch moderne Techniken in ihr Oevre übernommen, vor allem den Siebdruck auf Papier oder Textilien. Im Gegensatz zur Ausstellung in München, die nur Siebdrucke zeigt, stellt das Heft - neben den Siebdrucken und druckkünstlerischen Arbeiten auch Silberschmuckarbeiten und Masken aus Rot-Zeder vor. Alles ebenfalls jüngere Arbeiten der beteiligten Künstler. Kurzbiografien über die ausgestellten Künstlerinnen und Künstler runden das Heft ab. Der jüngste Aussteller ist 44 Jahre alt, der älteste knapp 80 Jahre._nko

Umschlag
Gehricke, Karl-Heinrich: Die Indianer Nordamerikas - Faszination eines Lebens. Nordwest Media Verlagsgesellschaft (NWM-Verlag) Grevesmühlen 2004, 244 S., mehr als 800 Farbabbildungen, Großformat, Hardcover, ISBN 3-937431-03-9, Preis 29,50 €.   Begonnen hat alles mit Karl-Heinrichs Gehrickes Drang, den Verleumdungen seines Lieblingsautors Karl May einen geografischen Nachweis für dessen Reiseschilderungen entgegenzusetzen. Mit diesem Antrieb startete Gehricke 1975 seine erste US-Reise. Das fast im Stile eines Rechenschaftsberichtes verfasste Reisebuch verführt den Leser mittels der etwas gedrechselten, aber dennoch gut lesbaren Sprache eines berichtsgeübten Altrichters auf die Spur seiner über drei Jahrzehnte währenden Reisen nach Nordamerika. Bestechend dabei sein Blick nicht nur für ethnologische Gegebenheiten und historische Schauplätze, sondern auch seine Kenntnis der ihn umgebenden Natur, der Tierarten und das geübte Auge des passionierten Jägers. Nachteilig gerät diese Form des Berichtes immer dann, wenn dem Leser zugemutet wird zu erfahren, wo und wann der Autor einen Leihwagen gemietet hat, wie viele Stunden Verspätung sein Flugzeug hatte und welche Ortschaften er nebenher noch gestreift hat. Das Buch lässt auch in anderen Belangen die Hand eines Lektoren vermissen. Können viele Leser mit den Abkürzungen der US-Bundesstaaten noch etwas anfangen, so ist die permanente Verwendung von deutschen Lesern nicht geläufigen Abkürzungen wie StP, SP, Hwy, NP, NM usw eine Zumutung, zumal sie nirgends im Buch aufgeschlüsselt werden. Auf den Seiten 148 und 184 wird diese Manie durch das unmittelbare Nebeneinander von NM / NM auf die Spitze getrieben. Erstes soll wohl für "National Monument", letzteres für den Bundesstaat New Mexico stehen. - Die einzelnen Kapitel beziehen sich immer auf ganz konkrete Reisen, überhaupt ist das Buch wie ein Reisetagebuch gegliedert. Und obwohl der Verfasser das Werk als seine Memoiren begreift, darin von Erlebnissen aus drei Jahrzehnten berichtet und durch häufig benutzte Wendungen ("meine nächste Reise führte mich" u.ä.) diesen Eindruck unterstreicht, lässt der Autor den Leser außer an zwei...drei Stellen nie wissen, in welchem Jahren die geschilderten Reisen tatsächlich stattfanden. Das ist schade. Auch hätte ich gern erfahren, welche Fotos (bei mehr als 800 Abbildungen im Buch!) vom Verfasser selbst stammen. All diese Mängel werden kompensiert durch Gehrickes äußerst plastische Schilderungen seiner Reiseerlebnisse, die er mit Exkursen in die Geschichte der Indianerkriege und mit völkerkundlichen Erörterungen bereichert. Unmissverständlich dabei seine Kritik an der Völkermordpolitik der USA gegenüber der indigenen Bevölkerung. Zum Genuss wird die Lektüre, wenn Gehricke leidenschaftlich von seinen Bemühungen plaudert, völkerkundliche Stücke, ja ganze Sammlungen, zu erwerben, die heute den Grundstock seines 2002 eröffneten Indianermuseums in Gevezin (bei Neubrandenburg) bilden. Hier, in der anheimelnden Einöde Mecklenburgs, hat sich der pensionierte westdeutsche Richter auf seine alten Tage ein Denkmal gesetzt. Dem Leser von Gehrickes Erlebnisbericht sei auch der Besuch seiner Sammlungen empfohlen, da von der konservativen Gestaltung des Museums ein gewisser Reiz ausgeht, der dem altehrwürdigen Schlossgemäuer zusätzlich Patina verleiht._nko

Umschlag
CD-ROM "Karl-May.Museum Radebeul". Herausgeber: Karl-Museum Radebeul 2003, Preis 12,90 €. Falls der Katalog nicht im Museum erworben wird, fällt Porto an. - Die mulitmediale CD-Rom, produziert von einem Team unter Leitung von André Köhler, bietet eine Einführung in die Geschichte und heutige Präsenz der Karl-May- sowie der Indianersammlungen des Museums, stellt die zum Museum gehörigen Baulichkeiten sowie das Leben und Werk des einstigen Hausherrn Karl May vor! Einen völkerkundlichen Überblick über die nordamerikanischen Kulturen bietet die Scheibe ebenso wie neuartig präsentierte Einblicke in die Indianerschlacht am Little Big Horn 1876, in die historische Kartei der Indianersammlung und vieles mehr. Attraktive tools machen den Rundgang durch das Reich des Karl-May-Museums zu einem Erlebnis. So wird aus der kaum entzifferbaren Sütterlinschrift alter Karteikartenbeschriftungen durch die Lupenfunktion ein gut lesbarer Text. Auf spielerische Weise erfährt man mittels Texten, Kurzfilmen, Liedern, Interviews, Bildgalerien und über 360° schwenkbaren Panoramafunktionen im virtuellen Museum außerordentlich viel Wissenswertes auf den insgesamt 200 Seiten. Erhältich im Shop des Karl-May-Museums Radebeul._nko

Cover der CD-Rom
Umschlag
Völkerkundemuseum Herrnhut - Ethnographie und Herrnhuter Mission. Katalog zur ständigen Ausstellung im Völkerkundemuseum Herrnhut, Außenstelle des Staatlichen Museums für Völkerkunde Dresden; Dresden 2003, ISBN 3-00-012217-6; 167 Seiten, Softcover, farbiger Umschlag, durchgehend farbig illustriert. Preis 8,50 €. Falls der Katalog nicht im Museum erworben wird, fallen zusätzlich 1,50 Euro Porto an. - Der Katalog gibt mit Beiträgen aus der Feder mehrerer Fachleute nicht nur einen Überblick über die Geschichte und Bedeutung der Herrnhuter Mission, des Museums und seiner Sammlungen (Stephan Augustin in den ersten beiden Beiträgen), sondern stellt bewusst die Kulturen, unter denen die Missionare gewirkt haben, in den Mittelpunkt der Publikation. Silvia Dolz berichtet über Häuptlingstümer in Südafrika und Dorfgemeinschaften in Ostafrika, Stephan Augustin - neben den bereits genannten Artikeln - über die Kalmyken, Annegret Nippa über die Christen und Buddhisten im Westhimalaya, Christine Schlott über die Aborigines und Heinz Israel über die Inuit. Den indianischen bzw. farbigen Kulturen Amerikas widmen sich Gudrun Meier (Karibik), Richard und Sally Price (Suriname) und Klaus-Peter Kästner (Küstenstämme Surinames und Nikaraguas). Jedem der Beiträge ist zusätzlich Raum gegeben für "Das besondere Objekt", worin über jeweils zwei Seiten bemerkenswerte Ausstellungsgegenstände aus der zuvor umrissenen Kultur näher vorgestellt werden. Eine gute Idee!
Fazit: Der attraktive, preiswerte Band bietet nicht nur eine abwechslungsreiche Lektüre in fasslichen Beiträgen, sondern bereitet mit den zahlreichen Objektabbildungen, Kartenreproduktionen und historischen Fotografien auch ein visuelles Vergnügen. _nko

Umschlag

Christian F. Feest (Hg.): Indian Times - Nachrichten aus dem roten Amerika. Redaktion: Christian F. Feest, Altenstadt : Europ. review of native American studies, 2002, 124 + 4 S., Softcover, 28x21 cm, 14 farbige Karten, 123 Farb- und 83 sw-Abb., ISBN 3-00-009869-0; Preis 22 €
Dieses unter Mitarbeit von Studierenden und Mitarbeitern von Prof. Feest entstandene Buch versammelt zahlreiche, äußerst lesenswerte, kurze, durchgehend illustrierten Beiträge zur Ethnohistorie des indigenen Amerika, zur Rezeption des nordamerikanischen Indianers in deutschen Medien (Film), über indianische Medien (Musik, Film, Radio, Print), über Tourismus u.a. Aspekte mehr. Haben Sie gewusst, dass die "Traumfänger" eine Erfindung aus dem späten 20. Jh. sind? Wenn Sie das einmal heraus haben, wissen Sie, welche Bedürfnisse das neuere verschrobene, esoterisch gepushte Indianerbild Europas wirklich befriedigt. Die der Indigenen sicher nicht. Insgesamt ist das Buch ein lebendiger Beitrag zur Entmythologisierung des Indianerklischees, ein Auftrag, dem sich Feest ja schon seit Jahrzehnten stellt. - Begleitbuch zu den drei Ausstellungen "Indian time. Nachrichten aus dem roten Amerika" im Museum der Weltkulturen Frankfurt am Main, 9. November 2002 bis 31. August 2003; "Winnetou und sein roter Bruder: Indianerfilme in der BRD und der DDR" im Deutsches Filmmuseum Frankfurt am Main, 12. März bis 9. Juni 2003; "Spurensuche: Indianische Mokassins, Stiefel und Sandalen aus Nordamerika" im Deutsches Ledermuseum Offenbach am Main, 10. November 2002 bis 31. August 2003._nko

Umschlag   Indianer 1858-1928. Photographische Reisen von Alaska bis Feuerland. Hg.: Eva König (Text) und Museum für Völkerkunde Hamburg; Edition Braus Heidelberg 2002, ISBN 3-89904-021-X; 400 Seiten, Hardcover, mit 250 Zweiton- und 60 sw-Abbn. Preis 29,90 €. - Katalog zur Ausstellung in Hamburg vom 28. April 2002 bis 15. Juni 2003. Die historischen Fotografien in diesem Buch stammen aus der umfangreichen und seltenen Sammlung des Völkerkundemuseums Hamburg. Die zwischen 1858 und 1928 entstandenen Aufnahmen gehören zu den frühesten Fotodokumenten. In ihnen spiegeln sich sowohl die Geschichte der Fotografie und ihre Nutzung zur wissenschaftlichen Dokumentation fremder Kulturen als auch das Verhältnis von subjektiver Wahrnehmung (durch die Fotolinse), von Inszenierung der Bildsujets und des Zeitgeschmack zur Wirklichkeit. Darüber hinaus vermitteln diese Werke verschiedener Fotografen und Forscher in sehr eindrucksvoller Form Leben und Umwelt der indianischen Bevölkerungen an der Wende vom 19. zum 20. Jh. Ergänzt werden diese hier abgedruckten Raritäten durch historische und ethnografische Beiträge zu den fotografischen Sammlungen, zur Geschichte und Kultur der indianischen Völker und zur Bedeutung der Fotografie in jener Zeit. 
Manche der Fotos werden dem Betrachter bekannt vorkommen, da die Abzüge der hier vorgestellten Fotoautoren sich auch in anderen Sammlungen finden. Enthalten sind auch die gern gezeigten Aufnahmen von Frederick Weygold sowie jene aus der Sammlung Jacobsen, wofür der Hamburger Fundus bekannt ist. Aber auch manche Überraschung hält der in vorzüglicher Druckqualität produzierte Fotoband parat, so etwa eine schöne Porträtaufnahme des in Dresden 1912 begrabenen "Show-Indianers" Edward Two-Two mit seiner Frau. Auch die meisten übrigen Aufnahmen dürften dem Leser neu und unbekannt sein. Die gleichnamige Ausstellung, zu der das Buch erschienen ist, kann im Hamburger Museum bis Juni 2003 besucht werden. Diese präsentiert sich - über die indianischen Motive hinaus - mit einer Überfülle weiterer Fotothemen: Städteansichten, Bauvorhaben (Panamakanal, Brücken, Wolkenkratzer etc.), Ruinenstätten auf Yucatan (wovon im Buch nur einige wenige Aufnahmen vorgestellt werden konnten), Volksleben in Mexiko, Stereoaufnahmen u.v.a. mehr. Alles in allem ein Bilderreigen einer ganzen Epoche. Die meisten Bilder sind kurz und fasslich kommentiert. Wer versucht, in den ausgestellten Aufnahmen zu lesen und zu verstehen, wird fasziniert sein. _nko

Umschlag Gold aus dem alten Peru. Die Königsgräber von Sipán. Hgg. von der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn, 2001, 296 Seiten, Softcover mit Klappenumschlag, 28x25 cm, 378 Farbfotos und 20 sw-Abbildungen auf Hochglanzpapier; ISBN 3-89904-021-X; Preis 49 DM, Buchhandelsausgabe 98 DM. - Katalog zur Ausstellung in der Kunst- und Ausstellungshalle Bonn vom 15. Dezember 2000 bis 29. April 2001. - Vor weniger als 20 Jahren machte man durch Zufall in Sipán, etwa 800 km nördlich von Lima, einen spektakulären Fund: das intakte, nicht geplünderte Grab eines Moche-Herrschers. Anhand der Fülle der exquisiten Beigaben, mit denen der sogenannte Fürst von Sipán bestattet worden war, ließen sich erstmals weitreichende Informationen über die Kultur und Gesellschaft der Mochica gewinnen sowie vorhandene Kenntnisse präzisieren. Im Laufe der Ausgrabungen kamen neben dem großartigen Grab des Fürsten von Sipán unter der verwitterten Pyramide aus Adobe (getrockneten Lehmziegeln) acht weitere zu Tage, so unter anderem das des Alten Fürsten, des Priesters und eines Militärbefehlshabers. Das heutige Wissen über die politische, soziale und ökonomische Organisation, über die Religion und die Kunst der Moche lässt sie zu einer der großen Kulturen Amerikas werden.
Der sagenhafte Goldschatz der Herrscher von Sipán bildet den Kern der Ausstellung. Präsentiert werden die 200 schönsten und wichtigsten Grabungsfunde: Insignien der Macht wie Standarten aus vergoldetem Kupfer, Herrschaftszeichen wie Zepter und Kopfschmuck, Masken, Pektorale, Schellen und Schmuck - vieles aus reinem, oft mit Steinen verziertem Gold. Um diesen Traum aus Gold und eine originalgetreue Rekonstruktion der Grabkammer des Fürsten und der sieben Personen, die ihn in die jenseitige Welt begleiteten, gruppieren sich 50 Moche-Keramiken aus bedeutenden Sammlungen deutscher Museen. Diese Kunst aus Ton, seien es Skulpturen oder bemalte Gefäße, gibt nicht nur Einblick in Fauna und Flora, in das höfische Leben sowie den Alltag des einfachen Mannes, sondern auch in die mythologischen Vorstellungen der Mochica.
Sie führt uns zum Beispiel vor Augen, wie Fischer auf kleinen "caballitos del mar" - so werden die kanuähnlichen Boote aus gebündeltem Schilfrohr genannt - dem Pazifik trotzten. Sie erzählt von der Hirschjagd der Adeligen mit Hilfe von Netzen und Treibern oder von der wichtigsten Opferzeremonie, die mit einem rituellen Kampf zwischen Kriegern begann. Sie zeigt, wie der einzelne in dieser hierarchisch gestaffelten Klassengesellschaft sich kleidete, denn gerade die Hochkultur der Moche ist eine der wenigen Weltkulturen, bei der die Armut nicht anonym blieb. Selbst erotische Szenen sind in der "irdenen Bibliothek" dieser schriftlosen Gesellschaft nicht ausgespart. Besonders beeindruckt auch die Porträtkeramik mit ihren individuellen, naturalistischen Bildnissen. 
Bisher wurde nur ein kleiner Teil des Goldschatzes von Sipán, der zum Teil im Römisch-Germanischen Zentralmuseum zu Mainz restauriert wurde, gezeigt. Die Ausstellung in Bonn ist nicht nur die erste in dieser Vollständigkeit und Pracht - auch die Funde der neueren Ausgrabungen werden in Europa erstmals gezeigt - , sie ist zugleich auch die letzte außerhalb Perus. Dann finden die fragilen Kostbarkeiten in unmittelbarer Nähe zu den ursprünglichen Gräbern im neuerrichteten Museum "Tumbas Reales de Sipán" eine ständige Bleibe und werden nach einem Regierungsbeschluß das Land Peru nicht mehr verlassen.
Der Katalog enthält Beiträge international renommierter Wissenschaftler zu den kulturellen Entwicklungen der präkolumbischen Kulturen Perus, den Ausgrabungen und Restaurierungen sowie eine Zeittafel, Karten und eine umfangreiche Bibliographie. Text: Aussteller

Starker Tobak - Ein Wunderkraut erobert die Welt.
Museum der Kulturen Basel, Buchverlag der Basler Zeitung, Basel
2000, 122 S. (kartoniert), 30x22cm; durchgehend, teils farbig illustriert, Paperback. ISBN 3-85815-359-1, Preis 39,- CHF (= 49,- DM). - Zur gleichnamigen Ausstellung im Basler Museum der Kulturen (8. April 2000 bis 10. September 2000) erschienener Katalog. Der kulturhistorische Ansatz von Ausstellung und Katalog berücksichtigt auch gebührend die ethnologische Seite der "trockenen Trunkenheit". Für Indianerfreunde seien hier einschlägige Kapitel genannt: Calumet und heilige Riten - Tabak bei den Indianern Nordamerikas; Tabak im alten Mesoamerika; Das Werkzeug der Schamanen - Tabak bei den Indianern Südamerikas. Auch Afrika, die Südsse, der ferne Osten u.a. kommen in eigenen Beiträgen nicht zu kurz. Dreizehn Autoren haben sich an dem von der Leiterin der Amerika-Abteilung des Museums, Wiebke Ahrndt, verantworteten Katalog beteiligt. 




Umschlag

Antes, Horst (Hg): Katsinam - Figuren der Pueblo-Indianer Nordamerikas aus der Studiensammlung Horst Antes. Ausstellungskatalog Völkerkundesammlung der Hansestadt Lübeck. Lübeck 2000; 324 S., Hardcover 32,5x24cm; 190 Farbtafeln und 60 sw-Abbildungen; ISBN 3-9803004-7-1; Preis 86 DM. - Katalog zur Ausstellung in Lübeck vom 22.10.2000 bis 21.10.2001. Katsinam sind Geistwesen und Ahnengeister der Pueblo-Indianer, die seit Jahrhunderten als Maispflanzer in den trockenen Regionen des südwestlichen Nordamerikas leben. Als Botschafter und Vermittler zwischen den Welten tragen die Katsinam die Gebete der Menschen für Regen, Fruchtbarkeit und Gesundheit zu den Göttern. Sie können aber auch selbst Regen bringen und das Dorf und seine Bewohner vor Krankheiten und Mißgeschicken schützen. Zwischen Januar und Juli erscheinen sie in der farbenprächtigen Verkörperung durch Katsina-Tänzer, um die Menschen zu unterhalten und ihre Gebete entgegenzunehmen. Bei den wichtigsten Katsina-Zeremonien im Februar und Juli schenken die Tänzer, als Wesen aus der anderen Welt, den kleinen Mädchen hölzerne, bemalte Nachbildungen der Katsinam, von denen es etwa 250 verschiedene Typen gibt. Zu Hause hängt man die Figuren zur Zierde an den Wänden auf, eine ständige Erinnerung an die Güte und Schönheit der Katsinam. Katsina-Figuren werden seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts auch für den Verkauf an Sammler und Touristen geschnitzt, eine Entwicklung, von der die Studiensammlung Horst Antes reiches Zeugnis ablegt. 
Die einzigartige Sammlung von Katsina-Figuren, die der Maler und Bildhauer Horst Antes seit 1961 aufgebaut hat, ist die größte und an Typen vielfältigste dieser Art in Europa. Horst Antes hat sich intensiv mit den Kulten und Riten der Pueblo-Indianer auseinandergesetzt. Ihre Kultur und künstlerischen Ausdrucksformen werden in seiner Kunst reflektiert und in die eigene Bildsprache umgewandelt. Horst Antes stellte nicht nur die meisten seiner rund 700 Figuren umfassenden Sammlung zur Verfügung, sondern gestaltete die Ausstellung auch selbst.
Der umfangreiche Katalog bildet 529 Katsina-Figuren (413 Hopi-, 52 Zuni- und 64 Rio Grande-Katsinam) farbig ab und beschreibt sie ausführlich. Herausgegeben und gestaltet wurde er von Horst Antes. Die Texte stammen aus der Feder von Hans-Ulrich Sanner, Wolfgang Haberland und Andreas Franzke. Eine überarbeitete und ergänzte Konkordanzliste von Ulrich Schlieski beschließt das Werk. Der Katalog wird die bisher umfassendste Arbeit zu diesem Thema sein - für den Spezialisten ein wichtiges Nachschlagewerk und für alle ein ästhetisches Vergnügen. Text: Pressedienstarchiv der Stadt Lübeck 
Abb. rechts aus dem Katalog

Abb. aus dem Katalog


Sachbücher
nach obenIndianer NordAmerikas
keine Ausstellungskataloge

Thomas Wagner: Irokesen und Demokratie. Ein Beitrag zur Soziologie interkultureller Kommunikation. Reihe: Kulturelle Identität und politische Selbstbestimmung in der Weltgesellschaft, Bd. 10, Lit-Verlag Münster 2004, 398 S., gebunden, mit einer Karte und einigen sw-Abbildungen im Text, Literaturverzeichnis und Personenregister. ISBN 3-8258-6845-1, Preis 24,90 €
War der Irokesenbund Vorbild und Ideengeber für die Verfassung der USA? Die kritische Neubewertung der kontrovers diskutierten Einflussthese zeigt, dass Institutionen herrschaftsloser Gesellschaften für die friedliche und demokratische Lösung drängender Weltprobleme relevant bleiben. Thomas Wagner (geb.1967) ist Kultursoziologe. Er arbeitet als Dozent für Kreatives Schreiben und Alphabetisierung mit Kindern und geistig behinderten Erwachsenen (u.a. Lernmobil e.V., Berlin). Er ist Autor des Historisch-Kritischen Wörterbuchs des Marxismus. Mit R. Haude schrieb er 1999 das Buch "Herrschaftsfreie Institutionen".
Umschlag
Peter Hinz-Rosin und Dirk Rohrbach: Der Letzte Häuptling - Begegnungen mit den Sioux. Verlag Weltsichten, Saalfeld 2003, 160 Seiten, Hardcover 26,5x25 cm, durchgehend ill. mit sw- und Farbfotos; ISBN: 3-934996-08-6, Preis 26,90 €
„Sie mögen uns getötet haben, aber unsere Art zu leben wird niemals sterben“, sagt Leonard Little Finger. Er ist Nachfahre des Sioux-Häuptlings Big Foot. Als er in Dakota zufällig auf Peter Hinz-Rosin und Dirk Rohrbach trifft, bittet er sie, ihn auf einer abenteuerlichen Reise in die Vergangenheit zu begleiten. Für die beiden Fotojournalisten wird es die Begegnung mit einem stolzen Volk auf der Suche nach seinen Wurzeln.
Die Reise beginnt am Wounded Knee, wo im Dezember 1890 rund 300 indianische Männer, Frauen und Kinder von der weißen Armee regelrecht massakriert wurden. Bis heute gilt dieses Gemetzel offiziell als das Ende der Indianer-Kriege. Jedes Jahr im Dezember erinnern die Sioux mit einem Gedenkritt durch die eisige Prärie an die Opfer des Massakers, bei Temperaturen von bis zu –50°C. Der Letzte Häuptling folgt diesen Reitern und spannt damit einen Bogen von den historischen Ereignissen 1890 bis in die Gegenwart, wo die große Büffelnation von einst unter erbärmlichen Bedingungen in kargen Reservaten dahinvegetiert. Ein Rezensent schrieb: "Das Buch ist kein Indianerbuch im weitesten Sinne und keine Reisebeschreibung über Land und Leute. Es ist viel mehr, ...es zeigt dem Leser sehr sensibel die Geschichte um das grauenvolle Massaker und ihre Wirkung auf die folgenden Generationen. Es vermittelt viel von der Seele und dem Vermächtnis der Menschen, die ihren Stolz und ihre Würde bewahrt haben." Bildband auf schönem Papier. 

Umschlag
Lewis, Meriwether und William Clark: Tagebuch der ersten Expedition zu den Quellen des Missouri, sodann über die Rocky Mountains zur Mündung des Columbia in den Pazifik und zurück, vollbracht in den Jahren 1804-06. Verlag Zweitausendeins, Frankfurt/ Main 2003, 655 Seiten. Fadenheftung. Halbleinen mit marmoriertem Deckelüberzug und silbernem Kopfschnitt. Format 17x12,5 cm, Preis 40 €. - Die Expedition ins unbekannte Amerika: Im März 1803 hatte Präsident Jefferson Frankreich das riesige Gebiet zwischen Mississippi und Rocky Mountains für 15 Millionen Dollar abgekauft (und damit das US-Hoheitsgebiet mehr als verdoppelt), nun sollte das unbekannte Terrain erforscht werden. Mit der Expedition wurden die beiden Offiziere Meriwether Lewis und William Clark betraut ... - Friedhelm Rathjen hat aus der riesigen Textmasse eine umfangreiche Auswahl getroffen und berichtet in seinem Nachwort anschaulich über die abenteuerliche Geschichte der Expedition ins unbekannte Amerika. Ein Titel der Reihe der "Haidnischen Alterthümer". In dieser Gestalt sind die Tagebücher eine deutsche Erstausgabe. Einmalige limitierte und nummerierte Ausgabe. Beigelegt ist ein Reprint der von William Clark selbst gezeichneten und von Samuel Harrison 1814 in Kupfer gestochenen Karte mit dem Verlauf der Expedition. Der umfangreiche Anhang enthält neben einer Bibliografie und einem Wörterbuch auch ein sehr sachkundiges Nachwort des Herausgebers F. Rathjen. Erhältlich nur bei Zweitausendeins (Bestellnummer 18495)._nko Umschlag der Beilage


Sachbücher
nach obenIndianer Süd-& MittelAmerikas
keine Ausstellungskataloge

Mario Koch (Hg): Der Kampf um die Inkahauptstadt Cuzco. Reihe: Cognoscere historiae. trafo-Verlag Dr. Wolfgang Weist, Berlin 2000, ISBN 3-89626-321-8; 140 Seiten, Preis 16,80 €. - Deutsche Erstausgabe der "Relación del sitio del Cuzco...", einer spanischen Chronik aus dem 16. Jahrhundert. Vor allem der Widerstand der Inka gegen die Eroberung wird hier in einer zeitgenössichen Berichterstattung von einem Zeitzeugen vorgestellt. Mit zahlreichen Farb- und s-w-Abbildungen. Näheres über das Buch erfahren Sie nach einem Klick auf den Buchtitel! Erste deutschsprachige Ausgabe!!! Der Titel kann direkt über unsere eMailadresse bestellt werden. Bei Lieferung wird 0,77 Euro Porto berechnet. Geben Sie bitte Autor, Buchtitel und Ihre Adresse an.

Simone Hantsch: Das Alphatier - Aus dem Leben der Gertrude Duby-Blom. Reihe: Biografien europäischer Antifaschisten, Bd. 7; trafo-Verlag Dr. Weist Berlin 1999, 194 S., ill., 29 Fotos im Text, Preis 19,80 Euro + Porto. - Die Lebensgeschichte einer legendären Frauenpersönlichkeit, der sozialistischen Frauenrechtlerin, Journalistin, Fotografin, Forscherin und "Königin des Regenwalds" - Gertrude Duby-Blom (1901-1993), die in den letzten Jahrzehnten besonders für die Lacandonen-Indianer und den Erhalt des mexikanischen Regenwaldes gewirkt hat. Der Titel kann direkt über unsere eMailadresse bestellt werden. Bei Lieferung wird 0,77 Euro Porto berechnet. Geben Sie bitte Autor, Buchtitel und Ihre Adresse an. 


Sachbücher
nach obenForschungsReisen, EntdeckungsFahrten
und KonQuista
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Uwe Pfullmann: Durch Wüste und Steppe. Entdeckerlexikon arabische Halbinsel. Biographien und Berichte. trafo-Verlag Dr. Wolfgang Weist, Berlin 2001, ISBN 3-89626-328-5; 564 Seiten mit mehr als 220 historischen s-w-Abbildungen und 41 Karten. Preis 45,80 €. - Uwe Pfullmann, Arabist und Historiker, hat nun das erste Lexikon fertiggestellt, das sich mit diesem Thema beschäftigt. Auf über 500 Seiten erwarten den Leser die niedergelegten Erfahrungen und Erlebnisse von 277 Forschern und Reisenden. Das Werk wendet sich sowohl an den Fachmann als auch an ein allgemein interessiertes Publikum. Mit einer Bibliografie der Reisewerke sowie weiterführender Literatur. Ein einzigartiges Kompendium! Der Titel kann direkt über unsere eMailadresse bestellt werden. Bei Lieferung wird zusätzlich Porto berechnet. Geben Sie bitte Autor, Buchtitel und Ihre Adresse an.

Reisen, Entdecken, Sammeln - Völkerkundliche Sammlungen in Westfalen-Lippe. Hgg. von Günter Bernhardt und Jürgen Scheffler, Verlag für Regionalgeschichte Bielefeld 2001, 221 S., 118 s-w-Fotos und 51 Farbfotos auf Qualitätspapier, 2 Karten, Pappeinband, 30,5x22 cm, ISBN 3-89534-421-4; Preis 24 €. - Im Vergleich mit den völkerkundlichen Sammlungen des Rheinlandes oder anderen großen Museumszentren in Deutschland genießen die westfälisch-lippischen Völkerkundesammlungen wenig öffentliche Publizität. Sie entstanden in erster Linie durch Schenkungen bzw. Leihgaben von Privatpersonen (Händler, Diplomaten, Kolonialbeamte, Reisende) oder wurden von Missionaren mit dem Ziel zusammengetragen, die Aktivitäten ihrer Orden in fremden Ländern zu veranschaulichen. Die Beiträge in dem Buch stellen weniger die unterschiedlichen außereuropäischen Kulturen in den Mittelpunkt als vielmehr diese Personen. Wer waren diese Sammler, welche Absichten verfolgten sie mit ihren Reisen, welcher gesellschaftlichen Prägung unterlagen sie? Was wussten sie von den Völkern, die sie besuchten; was erwartete sie in der Fremde? Was lernten sie aus ihren Reisen? Wie haben sie ihre Sammlungen der Öffentlichkeit präsentiert?


nach obenKulturGeschichte
zur Zeit keine Titel


nach obenIndianistik
Die jüngsten Titel zuerst

Harald Gündel: Die Raben am Fluß und in den Bergen - Und morgen werde ich sein wie Ihr. Abenteuer, Aufzeichnungen und Geschichten aus meiner Zeit unter weißen Indianern. Fouqué-Literaturverlag Engelsbach 1999, Pb, 419 S., ISBN 3-8267-4355-5, Preis 29,80 DM. - Ein Buch, das innerhalb der Indianistikgruppen Ostdeutschlands noch zu Diskussionen führen wird! Ein intimer Einblick in die Szene der letzten zehn DDR-Jahre. Gunnar Möller aus Greifwald schreibt über das Buch: "Es gibt 'Indianerbücher', nun auch 'Indianistikbücher'. Der Autor, selbst fast 30 Jahre in der Indianistikszene der DDR aktiv gewesen, hat seine vielen Erlebnisse in Form eines Buches herausgegeben. Es ist weniger ein authentisches 'Tagebuch', vielmehr ein belletristisch aufgearbeitetes, persönliches Bekenntnis zum Hobby. Und so ist auch der Untertitel zu verstehen: Abenteur, Aufzeichnungen und Geschichten aus meiner Zeit unter weißen Indianern. Ähnlichkeiten mit realen Personen sind in dem Buch 'rein zufällig'. Trotzdem wird der Leser/ die Leserin aus der Indianistikszene die eine oder andere Geschichte wiedererkennen. Angereichert mit historischen Nachrichten über die Absaroke (Crow), jener indianischen Nation, der sich der Autor in der Indianistik verbunden fühlt, geben die Geschichten auch Nichthobbyisten einen sehr guten Einblick in eine Seite der Freizeitkultur, die in der DDR mehr geduldet als erwünscht war. Das Buch ist ein Bekenntnis zum positiven Nonkonformismus. Bei aller Zwiespältigkeit der aufgezeigten Personen bleiben sie den LeserInnen dennoch als interessante Zeitgenossen in Erinnerung, die sich (meist) nicht ernster nehmen als sie wirklich sind. Auf die Fortsetzung der Geschichten darf man gespannt sein und nur hoffen, dass die Zeit des Autors unter weißen Indianern nicht so bald abläuft."
Das Manuskript zum Fortsetzungsband harrt bereits seiner Drucklegung ... (Stand 2000).


Birgit Turski: Die Indianistikgruppen der DDR: Entwicklung - Probleme - Aussichten. Baum Publications Idstein/ Ts. 1994, 81 S., Pb, 24x17 cm, 7 s-w-Abb., ISBN 3-9802155-8-X, Preis 28,- DM, lieferbar. Bestellung an: Baum Publications, Friedenstr. 53, 65510 Idstein/Ts., Tel. 06126-989058. - Zum einen erfahren interessierte Leser, wie sich die Indianistik unter bestimmten gesellschaftlichen Voraussetzungen entwickelte, wie intensiv sich viele Menschen mit dieser Thematik auseinander setzten und es auch auf diesem Gebiet in der DDR allmählich zu Wandlungen kam. Die Autorin stand einst selbst einer Indianistikgruppe vor und kann deshalb aus eigenem Erleben berichten. Begleitend zur Drucklegung dieser schön gestalteten Schrift aus dem Baum Verlag, die aus einer Diplomarbeit hervorging, veröffentlichte Birgit Turski 1993/94 in den Ametas-Heften 9 und 10 einen 2-teiligen illustrierten Artikel zum gleichen Thema. Außerdem erschien in der Zeitschrift "European Review of Native Amrican Studies" 7:1 (1993) ein umfangreicher englischsprachiger Beitrag der Autorin zum Thema. 


nach obenRomane
Die jüngsten Titel zuerst

Antje Babendererde: Die Suche. Roman, Merlin Verlag Gifkendorf 2005, ISBN 3-87536-250-0; 350 Seiten, Leinen, farbiger Schutzumschlag. Preis 19,50 €. - Der 9jährige Stevie ist vom Spielen im Wald nicht zurückgekehrt. Nun stellt das Jugendamt dem alleinerziehenden Vater unangenehme Fragen und die Polizei sucht das weiträumige Gelände des Dog Lake Reservats ab. Hängt Stevies Verschwinden mit dem Kampf der Cree-Indianer gegen den mächtigen Papierkonzern Shimada zusammen? Oder führt die Spur in die Welt der indianischen Schamanen, Geister und Hexen? Zwischen Bangen und Hoffen begibt sich Jem auf die Suche. Die junge Sozialarbeiterin Canyon hilft ihm dabei. Gemeinsam machen sie eine überraschende Entdeckung. - Ein spannender Schmöker und eine ungewöhnliche Liebesgeschichte der Thüringer Autorin. Antje Babendererde, Jgg. 1963, legt mit dem Buch ihren dritten Indianerroman beim Merlin Verlag vor. 
Umschlag
Antje Babendererde: Wundes Land. Roman, Merlin Verlag Gifkendorf 2003, ISBN 3-87536-238-1; 213 Seiten, Leinen, farbiger Schutzumschlag. Preis 19,50 €. - Die junge Ostdeutsche Ellen Kirsch reist während der Sommermonate in das Reservat Pine Ridge, wo sich ein ausgedehntes Uranabbaugebiet befindet. Als Mitarbeiterin einer deutschen Unterstützergruppe soll sie einen Bericht über die Fortschritte des Dorfprojektes schreiben, das die Gruppe dort betreut. Doch die Kontaktaufnahme zu den Lakota-Indianern, die in Pine Ridge leben, gestaltet sich schwieriger als erwartet. Erst als Ellen Zeugin in einem Mordfall wird, erhält sie wirklich Einblick in die Lebensumstände im Reservat. Dabei muß sie erfahren, daß der Versuch der Lakota, moderne Lebensweise und alte Traditionen miteinander zu verbinden, zu Interessenkonflikten führt, die bis aufs Messer ausgetragen werden.

Wundes Land
Antje Babendererde: Der Walfänger. Roman, Merlin Verlag Gifkendorf 2002, ISBN 3-87536-225-X; 437 Seiten, Leinen, farbiger Schutzumschlag. Preis 20,50 €. - Die junge Meeresbiologin Irina Scolari ist ratlos. Soll sie den Heiratsantrag von Robert annehmen oder hängt sie immer noch an ihren geschiedenen Mann Micah, dem attraktiven Makah-Indianer? Unter dem Vorwand, die nach 80 Jahren erste traditionelle Waljagd der Makah zu dokumentieren, reist Irina nach Neah Bay, ins Reservat. Doch dort herrscht eine gereizte Stimmung. Die Jagdvorbereitungen werden begleitet von heftigsten Protesten der Walfanggegner. Als die ersten telefonischen Morddrohungen eintreffen, ist die Atmosphäre zum Platzen gespannt. In dieser Situation trifft Irina auf auf Micah. Der Roman "Der Walfänger" ist die dritte Buchveröffentlichung der 39-jährigen Autorin. Antje Babendererde lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Thüringer Dorf. 

Der Walfänger


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© 04/ 2000 by René Senenko, Redaktion Voelkerkun.de
Last updated/ Zuletzt überarbeitet am 17. June 2009
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