Hechtangeln im Frühjahr

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Im zeitigen Frühjahr, wenn die Schonzeit des Hechtes abgelaufen ist, und Friedfische wie der Karpfen, aufgrund der noch niedrigen Wassertemperaturen noch schwer zu fangen sind, ist der Hecht ein begehrter Zielfisch. Der Hecht ist in dieser Zeit besonders gefräßig und versucht die im Winter verbrauchten Kraftreserven wieder aufzustocken. Speziell in dem Monat Mai kann man echte Bissattacken erleben. Allerdings sind es zu dieser Jahreszeit andere Standorte, an denen man die Hechte findet. Im Folgenden werden wir einige Tipps geben in welchen Gewässerbereichen man die Hechte in dieser Jahreszeit finden kann, welche Köder besonders verlockend sind und was es bei der Köderführung zu beachten gibt.

Die Standorte im Frühjahr

Im Frühjahr ist die Temperatur des Wassers meist noch niedrig. Besonders an den etwas wärmeren Tagen, wenn die Sonne das Wasser erwärmt, steigt die Wassertemperatur an. Wenn man dies genauer betrachtet, dann wird deutlich das der Temperaturanstieg nicht in allen Gewässerbereichen und Gewässerabschnitten gleichmäßig erfolgt. Speziell Flachwasserzonen und die oberen Wasserschichten erwärmen sich schneller. Genau das sind auch die Bereiche in denen man den Hecht im Frühjahr finden kann. Teilweise hält es sich sehr ufernah auf, häufig sucht er sich eine geschätzte Stelle unter überhängenden Ästen, in Seerosenfeldern oder unter Brücken. Als Angler sollte man diese Stellen intensiv beangeln, nicht die Würfen in die Gewässermitte werden mit einem Biss eines Raubfisches belohnt, sondern die Würfe parallel am Ufer entlang sind vielversprechend. Wenn man nun noch einen passenden Köder montiert hat lässt der nächste Biss sicher nicht lange auf sich warten.

Köderwahl beim Angeln im Frühjahr

Natürlich kann man auch im Frühjahr mit einer Posenmontage beim Ansitzangeln Hechte fangen, allerdings hat sich das Spinnfischen in dieser Jahreszeit als erfolgreicher herausgestellt. Für den Spinnfischer stehen die unterschiedlichsten Kunstköderarten in verschiedenen Farben und Größen zur Wahl. Bei der Auswahl der Farbe des Kunstköders darf man im Frühjahr mutig sein und auch mal zu sehr leuchten Farben greifen. Kunstköder in hellen Farben wie Gelb, Weiß oder Rot sind zu empfehlen. Bei der Größe hingegen sind nicht mehr die besonders großen Köder, die im Winter zum Einsatz kamen, sondern eher kleinere Köder gefragt. Kunstköder wie Spinner sind in dieser Jahreszeit wohl kaum zu übertreffen. Spinner, die dicht unter der Wasseroberfläche geführt werden spiegeln durch das rotierende Spinnerblatt die Sonne und machen dadurch stark auf sich aufmerksam. Auch der Einsatz von Tandemspinner sind im Frühjahr eine ausgezeichnete Wahl. Tandemspinner haben zwei rotierende Spinnerblätter und erzeugen neben dem Lichtreizen feine Druckwellen, die der Hecht mit seinem Seitenlinienorgan gut wahrnehmen kann. Aufgrund der Einholgeschwindigkeit kann man die Intensität der Druckwellen verändern und kann somit experimentieren auf was die Hechte am besten reagieren.

Ob erfahrener Angler oder Angelneuling, die Zeit im Frühjahr sollte kein Angler verpassen. In dieser Zeit kann man teilweise eine größere Anzahl an Hechten an nur einem Tag fangen. Die wohl beste Jahreszeit um den Raubfisch Hecht auf die Schuppen zu legen. Weitere Informationen zum Angeln auf Hecht findet man auf