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Oliver
Thron:
Deserteure und «Wehrkraftzersetzer»: Ein Gedenkbuch für die
Opfer der NS-Militärjustiz in Ulm
Verlag Klemm und Oelschläger, Münster und Ulm 2011, 84 S.
(illustriert)
Preis 16,80 EUR
bestellbar bei Amazon.deOliver
Thron, Jg. 1974, Studium in den Bereichen Jugendarbeit, Lehramt
und Magister für politische Bildung. Arbeitet derzeit als
Lehrer (u.a. für Geschichte). Tätigkeiten in der Offenen und
Mobilen Jugendarbeit sowie als Lehrbeauftragter und Referent für
Zeitgeschichte, Politische Bildung und gedenkpädagogischer
Bildungsarbeit mit Jugendlichen. - Bereits 1953 fragte Heinrich
Böll nach den Anderen, den widerständigen Soldaten, die im
nationalsozialistischen Eroberungskrieg den Dienst verweigerten.
Jahrzehntelang bleib diese Frage unbeantwortet. Über 15 Jahre
dauerte in Ulm die Debatte um das 1989 erstmals aufgestellte
Ulmer Deserteurdenkmal. Das Buch, in dessen Mittelpunkt die
Biografien von in Ulm verurteilen und ermordeten Deserteuren
stehen, greift diese Debatte im historischen, lokalen und
aktuellen Kontext auf. Die Biografien stehen exemplarisch für
all jene Soldaten, die sich aus unterschiedlichen Motiven der
Wehrmacht entzogen. Immer wieder schilderten Augenzeugen im Zuge
der Recherchen zu diesem Buch Hinrichtungen im Ulmer Lehrer Tal.
Dargestellt wird ebenfalls die Rolle der Ulmer NS-Militärjustiz
und der Ulmer Wehrmachtsseelsorge.
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Hörspiel
«Kriegsgericht»
Earforce Tonstudio Stade 2011, 30min
Preis 6,90 EUR
bestellbar unter KontaktDas
im Juni 2011 vom 9-köpfigen Schauspielteam «Antikriegsambulanz»
produzierte Hörspiel "Kriegsgericht" basiert auf dem
gleichnamigen Stück, das am 8. Mai 2011 beim "Friedensfest
am Kriegsklotz" seine Erstaufführung erlebte. Mitwirkende:
Lars Buchmann, Karin Gritzuhn, Peter May, Rachid Messaoudi,
Franz-Josef Peine, Alexandra Pille, Katharina Seifert, René
Senenko (Autor & Regie) und Wolf Wempe. Stück und Hörspiel
beinhalten den authentischen Fall des Obergefreiten der
Kriegsmarine Friedrich Wunderlich, der 1940 wegen
"Fahnenflucht" vor einem Kriegsgericht landet und zum
Tode verurteilt wird. Das Stück wurde hauptsächlich auf der
Grundlage von Akten aus dem Bundesarchiv verfasst, die ein
Historiker im Frühjahr 2011 der Willi-Bredel-Gesellschaft zur
Verfügung gestellt hat.
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