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12. Mai 2012 4. Klotzparty Mit Musik & Liedern, Zeitzeugen, Ansprachen und Literatur warb auch das vierte Fest am Kriegsklotz für ein Deserteursdenkmal. Höhepunkte waren der Auftritt des Chors Hamburger GewerkschafterInnen, die Ansprachen von Uwe Storjohann, eingestimmt von Swingtiteln seiner Jugendzeit, und des jungen US-amerikanischen Deserteurs Capp-Schubert, das musikalisch-literarische Erich-Mühsam-Programm des Duo Sokugayu, Wolf Wempes Rezitation von Brechts "Legende vom toten Soldaten", die eindrucksvolle Lesung von Lothar Zieske und das mitreißende Konzert des Trios um "Klaus der Geiger". Bildbericht | Flyer 

Foto nko
8. Mai 2012 Das Unrecht der NS-Militärjustiz nicht vergessen Die Veranstaltung des DGB Hamburg im Besenbinderhof zum "Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus" war dieses Jahr den Opfern der NS-Militärjustiz gewidmet. Wolfgang Erdmann, IG Metall, legte ein vorzügliches Referat zur Geschichte der NS-Wehrmachtsjustiz in Hamburg vor, bevor der Vorsitzende des ver.di-Landesvorsitzende Wolfgang Rose zum Stand der Bemühungen um ein Deserteursdenkmal informierte. Mit 44 Besuchern war der Abend gut besucht; viele beteiligten sich an der Diskussion. Flugblatt PDF

Foto nko
5. Mai 2012 Matinee «Gemeinsam für den Frieden. Gegen Krieg und Gewalt»
Die Lyrikerin und Fotokünstlerin Ute Latendorf hatte zu einer musikalisch-literarischen Matinee in die Cordes-Feierhalle des Bestattungsforums Ohlsdorf eingeladen. Sie widmete diese anspruchsvolle, christlich motivierte Veranstaltung dem Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann (für den sie auch ein selbst verfasstes Gedicht vortrug) und allen Deserteuren in dieser Welt. Zu den Darbietungen gehörten Lieder des Chors "The Good News Singers" aus Fuhlsbüttel und die Lesung von Texten aus der Bergpredigt sowie von Andersch, F.v.Assisi, Brecht, Borchert, M.Claudius, Kästner, Mühsam, M.Niemöller, Tucholsky und Ude. Flugblatt PDF

Foto Huber

2. Mai 2012 Jourfixe Gewerkschaftslinke: «Ein Deserteursdenkmal in Hamburg?»
Georg Chodinski (VVN-BdA Hamburg) berichtete bei der von der Jourfixe Gewerkschaftslinke Hamburg vorbereiteten Veranstaltung im Curiohaus über die blutige Praxis der Wehrmachtsgerichte in Hamburg, über den Nachkriegsumgang mit Tätern und Opfern sowie über die aktuellen Bemühungen, den Opfern am Stephansplatz einen Ort der Erinnerung zu schaffen. Bärbel Huber, eine der Bescherinnen, über diesen Abend: "Ausführlich erzählte Georg auch von der Bedeutung und Geschichte des Kriegsklotzes, über dessen Pflege durch einen Verein, über die guten Ideen während des Jugoslawienkrieges, den Klotz mit roten und grünen Helmen zu verzieren. Mir war vorher nicht bewusst gewesen, dass der Klotz an dieser prominenten Stelle der Kriegspropaganda diente. ... Erst in allerjüngster Zeit, so erzählte Georg, entwickelt sich quer durch alle Parteien bei den politisch Verantwortlichen ein Bewusstsein darüber, dass ein Deserteursdenkmal nötig ist. Wir hoffen also sehr, dass der Wunsch des bekannten Hamburger Deserteurs Ludwig Baumann in Erfüllung geht und in Bälde ein Deserteursdenkmal am Dammtor entstehen wird." 


Fotos Mundt (2), Senenko (2)    
28. April 2012 Gedenkveranstaltung «Die Erschossenen vom Höltigbaum»
Es ist schon eine gute Tradition geworden, dass die Arbeitsgemeinschaft Neuengamme (seit 2011 gemeinsam mit dem Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal) am Jahrestag der letzten Hinrichtungen vor Kriegsende hier am Höltigbaum eine Gedenkveranstaltung durchführt. Dieses Mal lud das Bündnis in das "Haus der wilden Weiden" ein, wo Bertrand Wahls, Vorsitzender der AG Neuengamme, über den Anlass sprach, bevor der 1923 geborene Zeitzeuge Peter Petersen das Wort nahm (Bild links). Petersen wusste äußerst lebendig über seine Odyssee als fahnenflüchtiger Wehrmachtssoldat kurz vor Kriegsende zu berichten. Er brillierte mit einem vorzüglichen Gedächtnis und einer Erzählgabe, die wohl alle 20 Besucher der Veranstaltung beeindruckt hat. Zum Abschluss legten die Veranstalter und Besucher an der Gedenktafel Blumen und Gebinde nieder. Presseinformation | Flugblatt 2xA5 PDF.


15. März 2012 Podiumsdiskussion «Ein Deserteursdenkmal am Kriegsklotz?»
St.Pauli. Ins Stadtteilkulturzentrum "Kölibri" lud das Bündnis für ein Hamburger Deserteursdenkmal gemeinsam mit den Gastgebern zu einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der Fraktionen der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte, mit dem Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme Dr. Detlef Garbe und dem Vorsitzenden des Kulturausschusses Norbert Hackbusch zur Frage ein, wo in Hamburg ein würdiger Erinnerungsort für die Opfer der NS-Wehrmachtsgerichte eingerichtet werden könnte. Georg Chodinski (VVN-BdA) moderierte die spannende Runde. Zur Einstimmung führte das Schauspielteam "Antikriegsambulanz" das Kurzstück "Kriegsgericht" auf. Pressemitteilung | Bericht
26. Januar bis 17. Februar 2012 «Wochen des Gedenkens» in Nord
Im Rahmen der "Wochen des Gedenkens" in Hamburg-Nord gab es vielfältige Veranstaltungen, die dem Schwerpunktthema Opfer der NS-Wehrmachtsjustiz gewidmet waren:

Zeitzeugenveranstaltungen mit Ludwig Baumann:
26.1. an der Ida-Ehre-Schule Hamburg vor 70 Schülern; siehe Foto links

27.1. Ludwig Baumann spricht als Festredner bei der Eröffnung der "Wochen des Gedenkens" im Sitzungssaal des Bezirksamts Nord
16.2. am Gymnasium Alstertal für mehr als 100 Schülern
16.2. im Ver
ein Backstube Fuhlsbüttel e.V. vor 25 Besuchern
17.2. im Café im Kulturhof Dulsberg vor 50 Besuchern
Die Bezirksversammlung Hamburg-Wandsbek widmete am 27.1.am Höltigbaum ihre Gedenkfeier ebenfalls den Opfern der Wehrmachtsgerichte. Als Zeitzeuge sprach hier Uwe Storjohann.
19. Januar 2012 Interfraktioneller Antrag für Deserteursgedenken 
Nach einer im Dezember 2011 eingereichten Anfrage des "Bündnisses für ein Hamburger Deserteursdenkmal" verabschiedete am 19. Januar 2012 die Bezirksversammlung Hamburg-Nord einstimmig einen von Michael Werner-Boelz (Vors. der GAL-Bezirksfraktion Hamburg-Nord) formulierten Antrag, nach dem "das Vorsitzende Mitglied ... sich beim Senat der Freien und Hansestadt Hamburg dafür ein(setzt), dass eine dauerhafte Form des Erinnerns an die in Hamburg zum Tode verurteilten und hingerichteten Wehrmachtsdeserteure und sog. Wehrkraftzersetzer auf den Weg gebracht wird."
Antrag
| PM Gal-Fraktion in der Bezirksversammlung HH-Nord
13. Dezember 2011 90. Geburtstag des Wehrmachtsdeserteurs Ludwig Baumann
Am 13. Dezember 2011 wurde der in Hamburg geborene und heute in Bremen lebende Vorsitzende der «Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz» Ludwig Baumann neunzig Jahre alt. Baumann ist der letzte noch lebende Wehrmachtsdeserteur, der sich öffentlich zu seinem Schicksal äußert. Befragt von einer Journalistin, was ihn mit Hamburg verbinde, antwortete er unter anderem: «Für mich ist es ein Traum, ein Deserteursdenkmal in Hamburg mitzuerleben.» (Neues Deutschland 13.12.2011). 

Was die Medien zu Ludwig Baumanns Geburtstag brachten (Auswahl):
12.Dezember
Junge Welt
12.Dezember
Domradio (Sender des Erzbistums Köln)
13.Dezember Neues Deutschland
13.Dezember Weser-Kurier (Bremen)
13.Dezember
DFG-VK und Zivilcourage
14.Dezember
Spiegel-Online
14.Dezember Radio Bremen
20.Dezember
Evangelischer Pressedienst
18. September bis 19. November 2011 Vier Wochen, die in Hamburg Standards setzten und Weichen stellten
Gleich drei Veranstaltungsreihen widmeten sich in Hamburg über den Zeitraum von vier Wochen (18.10.-19.11.) der Hamburger Wehrmachtsjustiz und den Hamburger Kriegerdenkmälern. Wenn auch das Medieninteresse gering blieb, so gelang es der KZ-Gedenkstätte Neuengamme, der Evangelischen Akademie und der Initiative "Gedenken in Harburg" mit zahlreichen Vorträgen, mit Film, Ausstellung und Kunstaktionen einen Standard bei den Einsichten und Erkenntnissen über die mörderische Praxis der Hamburger Wehrmachtsjustiz zu erreichen, der ausreichend politische Impulse liefern dürfte, damit auch in Hamburg eine dauerhafte Form der Erinnerung an die Opfer der Wehrmachtsgerichte geschaffen wird. Bericht
10. September 2011 «Tag des offenen Denkmals»
Bildbericht

Am Bombenopfer-
Sammelgrab auf dem Friedhof Ohlsdorf. Foto nko
31. Juli 2011 «Ohlsdorfer Friedensfest» · Aufführung «Kriegsgericht» im Rahmen der 2stündigen Dauerlesung von 12-14:30 Uhr am Bombenopfer-Sammelgrab auf dem Friedhof Ohlsdorf. Das gesamte Programm zum Ohlsdorfer Friedensfest
Radtour «Deserteure, Kriegsverräter, Wehrkraftzersetzer» über den Friedhof Ohlsdorf zu Gräbern von Deserteuren und "Wehrkraftzersetzern" der faschistischen Wehrmacht, die im 2. Weltkrieg von der NS-Militärjustiz zum Tode verurteilt und anschließend hingerichtet worden sind. 

Bea Trampenau eröffnet das Sommerfest in Heideruh. Foto nko
30. Juli 2011 «Sommerfest in Heideruh» · Aufführung «Kriegsgericht»
Juni 2011 Hörspiel «Kriegsgericht»
Das 9-köpfige Schauspielteam «Antikriegsambulanz» hat im Juni 2011 das Hörspiel "Kriegsgericht" produziert. Es basiert auf dem gleichnamigen Stück, das am 8. Mai beim "Friedensfest am Kriegsklotz" seine Erstaufführung erlebte. Die Hörspiel-CD ist für 6,90 Euro erhältlich bei der Willi-Bredel-Gesellschaft, siehe Kontakt
21. Mai bis 23. Juni 2011 Die «Verhüllungen» am Kriegsklotz
Bildbericht 
8. Mai 2011 «Friedensfest am Kriegsklotz»
Bildbericht 
29. April 2011 Gedenken am Höltigbaum
Bildbericht 
17. April 2011 «Rottenknechte». Filmvorführung
Vorführung der Teile 2 und 3 der halbdokumentarischen 5teiligen TV-Serie Rottenknechte, Regie Frank Beyer, DFF 1971. Ort: Hamburg, Kommunales Kino «Metropolis», Steindamm 52/54. 
Die beiden TV-Teile rekonstruieren anhand von Akten und Zeugenaussagen das Schicksal von Marinesoldaten kurz vor und nach dem 8. Mai 1945 in Ostseegeschwadern der faschistischen Kriegsmarine. Erschütternde
Filme über den Umgang von Marineoffizieren und Standgerichten zur See mit deutschen Deserteuren noch Stunden und Tage nach der Kapitulation Deutschlands.  Veranstalterin: VVN-BdA LV Hamburg. 
19. März 2011 Initiative «Gedenken in Harburg» besucht Ohlsdorf
Am 19. März suchten 10 Mitglieder der Initiative „Gedenken in Harburg“ die Gräber der Wehrmachtsdeserteure Kurt Johannes (Wilhelmsburg, hingerichtet am 26.3.1945), Karl Tibbert (Harburg, 20.4.45) und Herbert Walter (Neugraben, 20.4.45) auf. Foto ©Senenko
3. Februar 2011 Schüler machen Grab eines «Wehrkraftzersetzers» ausfindig
Neunzehn Schüler(innen) der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule Barsbüttel haben am 3. Februar auf dem Soldatenfriedhof Ohlsdorf das Grab des 1944 hingerichteten „Wehrkraftzersetzers“ Robert Gauweiler ausfindig gemacht.
Bildbericht  



     ©senenko 2011