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Nov. 2010 Unrasiert 1930: Der Humorist Sostschenko bei der Büchergilde Gutenberg |
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Dresdner Historiker Joachim Schindler übersandte uns ein Fundstück von
einer seiner Archivrecherchen. Es ist ein Beitrag
über den sowjetischen Humoristen Michail Sostschenko in der Zeitschrift
der Büchergilde Gutenberg "DIE BÜCHERGILDE" (Berlin) vom
Oktober 1930, verfasst von Erich Ohser, der das bei der Büchergilde
erschienene Buch Sostschenkos "Die Stiefel des Zaren"
illustriert hatte. Ein Fundstück für alle Freunde Sostschenkos, die noch
seine Humoreske "Die Kuh im Propeller" in der legendären Show
"Lyrik - Jazz - Prosa" (1965 in Berlin, DDR), gelesen von
Manfred Krug, im Ohr haben. Wir warten auf weitere Fundstücke. |
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Nov. 2010 Bei den Kränzen von Senat und alter Kameraden |
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Eindrücke
von den gestrigen Hinterlassenschaften von Senat, Volksbund
Kriegsgräberfürsorge und Kameradschaftsverbänden am Gefallenendenkmal
auf dem Soldatenfriedhof zu Ohlsdorf, aufgezeichnet von René Senenko |
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Nov. 2010 Jonas B. Billy über Hitlers «Generalplan Zentralafrika» |
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| Dieser
Tage erscheint die Dissertation des Berliner Diplomarchivars und
Germanisten Jonas Bakoubayi Billy "Musterkolonie des Rassenstaats:
Togo in der kolonialpolitischen Propaganda und Planung Deutschlands
1919-1943". Hardcover, 362 S., zahlr. Abb.; 69,- Euro, J.H. Röll
Verlag Dettelbach. Mehr. Dr.phil. Jonas B. Billy (Foto), Jgg. 1972, lebt in Kreuzberg. Nach "Die Restaurierung, Digitalisierung und Mikroverfilmung von deutschsprachigen Unterlagen im Nationalarchiv der Republik Togo" (VDM Verlag 2008) ist "Musterkolonie" Billys zweite größere Veröffentlichung. |
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15. Nov. 2010 Reichsbankjustiziar Kandler und seine Nachkriegskarriere |
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Nach
der Studie ist vor der Studie. Kaum ist die Studie zur Rolle
des Auswärtigen Amts im Hitlerreich bekannt geworden, informiert die
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 7.11. über eine weitere
geplante Untersuchung: über die Rolle des Reichsfinanzministerium im 3.
Reich. Helmut Gewalt übersandte daraufhin an den Leiter der mit der Untersuchung befassten Kommission Prof.Dr. Ullmann ein von ihm zusammengestelltes Dossier über den Reichsbankjustiziar von Litzmannstadt Heribert Kandler (1890-1968), das im Kontext der geplanten Studie nicht ohne Interesse sein dürfte. |
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11. Nov. 2010 Pirnaer Verein verweigert sächsischen Demokratiepreis |
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Der
für seine Antinaziaufklärung in Sachsen bekannte Akubiz-Verein in
Pirna war ein Anwärter auf den sächsischen Demokratiepreis, sollte
aber vor dem Empfang eine "antiextremistische Grundsatzerklärung"
unterschreiben. "So wurden wir beispielsweise aufgefordert alle
unsere Partner_innen auf 'Extremismus' zu prüfen. Dafür schlagen die
Verfasser_innen u.a. Nachfragen bei den Verfassungsschutzämtern
vor", erklärt der Verein auf seiner Webseite. Aus diesem
Grund hat Akubiz den Preis verweigert, der am 9.11. überreicht werden
sollte. Wir fügen hier eine kleine Presseschau
vom 10. und 11. November bei und danken Achim Schindler für die
Information.
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Nov. 2010 Helmut Gewalt über eine kriegerische NS-Erbschaft in Frankfurt (Main) |
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Drei
Jahre vor dem 200. Todestag des Nürnberger Buchhändlers J.Ph. Palm
(1766-1806) erschien Bernt Ture von zur Mühlens Arbeit "Napoleons
Justizmord am deutschen Buchhändler J.Ph. Palm" (FFM 2003). Darin
befasst sich der Autor nicht nur mit dem Fall Palm, sondern geht auch auf
die Rezeption des Pamphlets Deutschland in seiner tiefen Erniedrigung
(das im Umfeld Palms erschienen war) ein, - mit einer unverkennbar
nationalistischen Tendenz. Das bestätigte sich bei näherem
Hinsehen. Im Lauf der thematischen Auseinandersetzung entstand eine
Abhandlung von Helmut Gewalt, aus der hier Cap.
45 (6,6 MB), eine Ergänzung
sowie drei Seiten (1,
2,
3)
aus dem Nassauischen Kriegerbundblatt von 1938 wiedergegeben sind.
Ausgangspunkt des Kapitels ist die Kritik des Kriegerdenkmals des 2.
Nassauischen Feldartillerieregiments Nr. 63 Frankfurt, das 1938 in der
Taunusanlage eingeweiht worden ist. Der Autor griff dabei auch auf
zeitgenössische Archivalia und Zeitungsberichte zurück, die hier
erstmals (oder erstmals wieder) veröffentlicht werden. |
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Nov. 2010 Auf die Straße damit: «Die Legende vom toten Soldaten» |
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| Das
Hamburger Bündnis "Ein Deserteursdenkmal für Hamburg" will
Brechts "Legende vom toten Soldaten" inszenieren und im Mai 2011
auf die Straße bringen. Gesucht werden Mitwirkende, Kostümteile
(Uniformen, Helme etc.) und Staffage. Interessenten melden sich hier unter
Kontakt. Die Federzeichnung zu Brechts Gedicht stammt von Jean
Kuo (1969). |
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Nov. 2010 Filme von Christian Geissler |
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| Am
25. und 26. November sind im Grünen Saal Filme des Hamburger Autors
Christian Geissler (1928-2008) zu sehen. Der Schriftsteller, der als
Filmemacher weniger bekannt ist, gilt als kritischer Wegbegleiter der
radikalen Linken in den 70er und 80er Jahren. Mehr. Veranstalterin ist die Willi-Bredel-Gesellschaft, die zu den 15 Hamburger Geschichtswerkstätten gehört. |
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Nov. 2010 Marco Schaub stiftet Bild für Deserteurspojekt |
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![]() "Sag mir, wo die Blumen sind", Acryl, 20 x 40 cm |
Der
Thüringer Künstler Marco Schaub (Gera) hat den Verkaufserlös für sein
Acrylbild "Sag mir, wo die Blumen sind", das derzeit in der
Galerie "Art de Fact" in Münstertal (Schwarzwald) zu sehen ist,
dem Bündnis "Ein Deserteursdenkmals für Hamburg" gestiftet.
Das Bild soll für 300 Euro den Besitzer wechseln. Damit will Schaub die
Schaffung einer dauerhaften Erinnerung an die Hamburger Opfer der
NS-Militärjustiz unterstützen. |
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Okt. 2010 Besuch im sanierten Sommerhaus John Heartfields |
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![]() Foto Senenko |
Am
4. September 2010 wurde das sanierte Sommerhaus John Heartfields in
Waldsieversdorf (Märkische Schweiz) wiedereröffnet. Der Meister der
Fotomontage hat hier nach seiner Rückkehr aus dem britischen Exil bis zu
seinem Tode nicht nur Ruhe gesucht, sondern auch die Nähe zu Brechts
Domizil im benachbarten Buckow. Sehenswert die Sonderausstellung "John
Heartfield und die ‚Free German League of Culture’ – Reproduktionen
von Fotomontagen und Archivalien aus dem englischen Exil" und das
rekonstruierte Kaminzimmer. René Senenko war im Oktober dort und hat
einige Fotoeindrücke
mitgebracht.
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Okt. 2010 Die völkische Optik beim Eimsbüttler Turnverein |
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"Sind Sie blind? Das ist doch kein Hakenkreuz, das is'n Turnerkreuz. Keine Ahnung von Geschichte, was?" Solche oder ähnliche Sätze mussten Kritiker der vier "F", die auf Turnvater Jahn zurückgehen ("frisch, fromm, fröhlich, frei"), sich immer um die Ohren schlagen lassen. Deshalb schmückt der athletische Vierwinkler aus dem Jahr 1910 bis heute die Außenwand der ETV-Sporthalle im Hamburger Stadtteil Eimsbüttel. Bis die ganze Geschichte des Eimsbüttler Turnverbands ETV so ins Gerde kam, dass der Verein widerwillig ein Gutachten in Auftrag gab und dieses am 8. Oktober vor geladenen Gästen vorstellte. Einer der Kritiker, der Musiker Peter Gutzeit, übersandte uns sein Flugblatt, das er vor Ort verteilte. |
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